Rahm kehrt zurück: dp world tour und superstar einigen sich!
Ein überraschend schneller Deal: Jon Rahm, der spanische Golfstar, spielt doch wieder auf der DP World Tour. Nach monatelangen Verhandlungen und öffentlich ausgetragenen Differenzen herrscht nun Einvernehmen – und das vor der prestigeträchtigen Ryder Cup im irischen Adare Manor.

Die querelen um die liv-abgänge
Die Geschichte hatte sich lange zäh hingezogen. Rahm, der zuvor eine Rückkehr zum DP World Tour abgelehnt und scharfe Kritik an den vermeintlichen Erpressungsversuchen des Tournaments geäußert hatte, schien weiter vom europäischen Golfzirkel entfernt zu sein. Andere Spieler, darunter Tyrrell Hatton, hatten bereits im Februar einen Kompromiss gefunden, der ihnen die Teilnahme an LIV Golf-Events ermöglichte, ohne mit Strafen rechnen zu müssen. Doch Rahm blieb skeptisch, insbesondere wegen der Verpflichtung, zusätzlich zu den regulären Turnieren noch zwei weitere Veranstaltungen zu spielen – ohne Mitspracherecht bei der Auswahl.
Die Forderung nach der Zahlung aller aufgelaufenen Strafen seit 2024 war bereits akzeptiert worden. Nun hat sich aber offenbar eine Lösung gefunden, die Rahms Bedenken ausräumt. Laut einer offiziellen Mitteilung des DP World Tour wird Rahm „bedingungslos freigegeben, an Turnieren teilzunehmen, die mit anderen im LIV Golf kollidieren, für den Rest der Saison 2026“. Er wird alle noch ausstehenden Strafen begleichen und an vereinbarten DP World Tour-Turnieren (außerhalb der Majors) teilnehmen.
Die Einigung ist dem Modell ähnlicher, das bereits acht anderen LIV-Spielern im Februar angeboten wurde. Damit kann Rahm seine Ryder Cup-Ambitionen weiterhin verfolgen und Punkte für das europäische Team sammeln. Die Verhandlungen für die Saison 2027 werden erst später stattfinden.
Die Entscheidung ist ein großer Gewinn für die DP World Tour, die damit einen der größten Stars des Weltgolfs zurückgewinnen konnte. Und auch für Rahm selbst ist der Deal ein Erfolg, da er nun ohne Einschränkungen auf beiden Touren spielen kann. Die Faszination des Golfsports wird dadurch weiter angefacht. Die Frage, wie sich die LIV- und DP World Tour-Koexistenz langfristig entwickeln wird, bleibt jedoch weiterhin offen.
