Rahm kämpft bis zum schluss: verpasster sieg, aber neue hoffnung!

Jon Rahm hat beim PGA Championship erneut bewiesen, dass er zu den absoluten Spitzenkräften des Golfsports gehört – auch wenn der ersehnte Triumph erneut ausblieb. Ein Jahr nach einem achten Platz kämpfte der Spanier auch dieses Mal um den Sieg, doch am Ende reichte es nur zu Rang zwei hinter Aaron Rai. Ein knapper Rückstand, der zeigt, wie nah er dem großen Erfolg war.

Die verlorene führung und die aufarbeitung

Der Start ins Turnier war vielversprechend: Rahm übernahm am Sonntag nach frühen Birdies sogar die Führung. Doch die zweite Hälfte der Runde gestaltete sich schwierig, der Schwung konnte nicht mehr mit Rai mithalten, der mit einer beeindruckenden Vorstellung das Feld dominierte. Dieser Rückschlag ist für Rahm aber kein Grund zur Verzweiflung. Nach einer enttäuschenden Woche beim Masters, wo er lediglich den 38. Platz belegte, zeigt er nun, dass er gestärkt zurückkehrt.

Die Entscheidung, nach dem Masters kleinere Anpassungen in seinem Spiel vorzunehmen, scheint sich auszuzahlen. “Obwohl der Rückstand nur drei Schläge beträgt, kann er sich anfühlen wie eine Ewigkeit,” so Rahm nach dem Turnier. Er betont, dass er sich in guter Form befindet und dass er “definitiv gut genug gespielt hat, um eine Chance zu haben.” Diese Aussage zeugt von Selbstvertrauen und dem unbedingten Willen, sich zu verbessern.

Aufstieg in der weltrangliste und die liv-debatte

Aufstieg in der weltrangliste und die liv-debatte

Die Leistung in Filadelfia katapultierte Rahm in der Weltrangliste nach oben. Am Montag belegte er bereits den 12. Platz – ein bemerkenswerter Aufstieg, bedenkt man, dass er im Februar noch kurz vor dem Ausscheiden aus den Top 100 stand. Ein weiterer Pluspunkt: Rahms Leistungen in den Majors scheinen durch seinen Wechsel zu LIV Golf nicht beeinträchtigt zu werden. Das ist ein wichtiges Signal für die umstrittene Liga und zeigt, dass ihre Spieler auf höchstem Niveau mithalten können. Während die Punkte für die Weltrangliste im LIV-Format geringer sind, unterstreicht Rahms Entwicklung seinen Anspruch auf die Weltspitze.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Rahm seinen Erfolgskurs fortsetzen kann. Er steht ab dem 28. Mai in Korea auf dem Tee, gefolgt von einem weiteren LIV-Event in Andalusien, Spanien (4.-7. Juni). Die wirklich großen Herausforderungen warten jedoch erst danach: Der US Open (18.-21. Juni) verspricht ein spannendes Duell mit Spielern wie Scheffler und McIlroy. Es bleibt abzuwarten, ob Rahm, der aufgrund seiner Reiseintensität wohl am stärksten belastet sein wird, in der Lage ist, die Konkurrenz zu übertrumpfen. Aber eines ist klar: Der ‘León de Barrika’ ist auf dem besten Weg, seine Ambitionen im Weltgolf zu verwirklichen. Und wer weiß, vielleicht ist der ersehnte Major-Sieg ja bereits im Juli in Sicht.