Gall am giro: "in topform meines lebens!"

Ein überraschend ehrlicher Felix Gall hat im Rahmen der Giro d’Italia 2026 ein klares Statement abgegeben: Er fühlt sich besser denn je. Der Tiroler, derzeit Dritter der Gesamtwertung, scheint bereit zu sein, das Podium ernsthaft anzugreifen. Ein Blick hinter die Kulissen des ambitionierten Österreichers.

Die form stimmt – und das spürt man

Die form stimmt – und das spürt man

Nach den anstrengenden letzten Tagen der Italien-Rundfahrt zeigte sich Gall am Ruhetag in der Toskana von seiner besten Seite. Eurosport-Reporter trafen den 28-Jährigen und erließ ein Urteil, das für die Konkurrenz alarmierend sein dürfte: "Ich denke schon, ja. Bin sehr zufrieden mit meiner Form." Diese Selbstsicherheit untermauert den Eindruck, dass Gall nicht nur auf das Podium schielt, sondern durchaus auch den Sprung aufs Podium anstrebt.

Mit nur 2:59 Minuten Rückstand auf den Führenden Afonso Eulálio (Bahrain-Victorious) und 2:24 Minuten auf Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) liegt Gall optimal positioniert. Der Däne, der am Dienstag die Jagd auf das Maglia Rosa aufnimmt, konnte bisher nur von Gall im Bergparcours mithalten. Diese Beobachtung unterstreicht die Stärke des Österreichers in den anspruchsvollen Etappen.

Besonders der Auftritt am Blockhaus hat Gall einen enormen Schub gegeben. Mit nur 13 Sekunden Rückstand auf Vingegaard präsentierte er konstante Wattzahlen, eine Leistung, die er in seiner Karriere noch nie zuvor abgerufen hat. "Das war ein guter Schritt nach vorne", so Gall, der die harte Arbeit und die gezielte Vorbereitung nun zu spüren bekommt.

Ein Faktor, der Gall möglicherweise zu diesem Höhenflug verhilft, ist die veränderte Trainingsstrategie vor der Rundfahrt. Er absolvierte mehr Höhentrainingslager als gewöhnlich und reduzierte die Anzahl der Rennen. Zudem blieb er erstaunlich gesund, was sich nun in seiner Leistungsfähigkeit widerspiegelt. Diese Kombination aus gezieltem Training und guter Gesundheit scheint die entscheidende Formel für seinen Erfolg zu sein.

Allerdings steht am Dienstag das Einzelzeitfahren an, eine Disziplin, die Gall nicht besonders liegt. "Ich bin kein großer Freund des Zeitfahrrads", gab er zu, betonte aber gleichzeitig, dass er daran arbeiten müsse. Die 42 Kilometer lange Strecke von Viareggio nach Massa könnten eine Herausforderung darstellen, doch Gall scheint optimistisch, dass er sein Bestes geben kann.

Die Frage, ob Gall die Zeitverluste gegenüber Vingegaard minimieren und somit seine Podiumsambitionen aufrechterhalten kann, wird am Dienstag beantwortet. Die Leistung im Zeitfahren wird ein entscheidender Indikator für seine Chancen im Gesamtklassement sein.