Racing und deportivo klettern wieder nach oben: die legenden kehren in spaniens elite zurück

Keine Play-offs, keine Tränen, kein letzter Spieltag. Racing Santander und Deportivo La Coruña haben die Segunda División vorzeitig zur Diszional gemacht und schon am 40. bzw. 41. Spieltag den Sprung in LaLiga fixiert. Ein Wiedersehen mit dem alten Glamour, der seit Jahren nur in Archivbildern glänzte.

Der tag, an dem el sardinero explodierte

4:1 gegen Valladolid, 88. Minute, Schlusspfiff – und dann ging nichts mehr. Tausende Rojiblancos stürmten den Rasen, rissen ihre Spieler in eine Meerwoge aus Jubel. Das Bild ging um den Globus: Racing zurück in der Primera nach 14 Jahren Abstinenz. Ein Klub, der 1928 als einer der zehn Gründungsväter der Liga startete, hatte den langen Weg zurück aus der Bedeutungslosigkeit geschafft.

24 Stunden später machte Deportivo den Kanal voll. Beim 0:2 in Valladolid, dieselbe Arena, dieselbe Leidensgeschichte – nur diesmal für den Gastgeber. Die Blanquiazules feierten ihren 12. Aufstieg, Rekord in Spanien. Der Pokal von 2000, Fran, Mauro Silva, Djalminha – all die Mythen wachten wieder auf.

Zahlen, die geschichten erzählen

Zahlen, die geschichten erzählen

Deportivo rangiert in der ewigen Tabelle auf Platz zwölf mit 1.843 Punkten, Racing folgt auf 16 mit 1.415. Beide haben mehr Saisons in der Elite absolviert als halbe Europa zusammen. Die Galicier waren 46-mal dabei, die Kantabrer 44-mal – und jetzt kommt jeweils eine weitere hinzu.

Fran lief 435 Mal für den Dépor auf, Pedro Munitis 304 Mal für Racing. Beide Namen stehen für Epochen, in denen man noch nicht jedes zweite Spiel im Pay-TV ausschalten wollte, weil es langweilig war.

Die tore, die nie vergessen werden

Die tore, die nie vergessen werden

Bebeto schoss 1993 mit 29 Treffern die Galicier zum ersten Pichichi-Titel. Salva Ballesta antwortete 2000 mit 27 Toren für Racing. Makaay und Tristán folgten – jeder Treffer ein kleines Stück Zeitgeschichte.

Die höchsten Siege? Deportivo zerlegte Lleida 10:1, Racing schoss Alavés 9:0 ab. Spiele, die heute wie aus einer anderen Galaxie klingen, wo noch Tore fielen und keine VAR-Entscheidungen alles lahmlegten.

Trainer, die in stein gemeißelt sind

Trainer, die in stein gemeißelt sind

Arsenio Iglesias und Irureta prägten Deportivo, Maguregui und Nando Yosu prägten Racing. Männer mit Schnauzbart und Zigarre, nicht mit PowerPoint. 266 Partien leitete Irureta, 214 Maguregui – Zahlen, die man sich nicht ausdenkt, sondern erlebt.

Nächste Saison gastieren sie wieder in Madrid, Barcelona, Sevilla. Die alten Kneipen an der Ría und in Santander bereiten schon die Fassbänder vor. Die Legenden sind zurück, und diesmal sollen sie bleiben.