Racing santander verliert fünf leistungsträger – fifa-pause zerreißt liga-hypermotion-plan

Die FIFA-Pause ist kein Urlaub, sondern ein K.o.-Schlag für Spitzenreiter Racing Santander. Fünf Akteure packen die Koffer – und Trainer José Alberto die Koffer der verlorenen Punkte.

Die lücke klafft: vier punkte vorsprung, aber keine bank

Die lücke klafft: vier punkte vorsprung, aber keine bank

Simon Eriksson, Jorge Salinas, Gustavo Puerta, Peio Canales, Giorgi Guliashvili – die Namen klingen nach Weltmusik, am Sonntag in Saragossa wird es nach heiler Welt klingen müssen. Eriksson saß zwar meist nur auf der Bank, doch ohne die anderen vier droht dem Tabellenführer die Rotation zu kippen wie ein Kartenhaus im Wind von El Sardinero.

Die Hypermotion macht keine Pause. Während Europas Topligen kurz verschnaufen, rattert die zweite spanische Liga weiter – und bestraft genau die Klubs, deren Kaderstruktur auf Nachwuchs und Leihgaben setzt. Castellón und Málaga, beide Aufstiegsaspiranten, zählen ebenfalls zu den 14 von 22 Vereinen, die mindestens einen Spieler abgeben mussten. Die Konsequenz: B-Elf gegen Abstiegskampf oder Spitzenreiter, je nach Los.

Die Wettbüros haben die Verschiebung schon eingepreist: Santanders Siegquote in Saragossa stieg von 2,40 auf 3,10. Die Zahle redet lauter als jedes Pressestatement. Die nächsten zwei Spieltage könnten die Tabelle auf den Kopf stellen – und José Alberto muss mit dem Kopf einer Schachspielerin agieren, obwohl ihm fünf Figuren fehlen.

Die Liga lebt von ihrer Dichte. Ein Punkt trennt momentan Platz drei von Platz zwölf. Wer jetzt tief blicken muss, statt zu rotieren, rutscht morgen schon in die Unruhezone. Santander hat die Titelchance, nicht nur die Spitze zu verteidigen, sondern auch zu beweisen, dass ein Kader mehr ist als die Summe seiner Abwesenden. Die FIFA-Pause endet am Mittwoch. Bis dahin zählt nur die Frage: Wer tritt die Lücke?