Rachad fettal plant den durchbruch: celta b wird zur schicksalsarena

Freitag, 3. April, Alfredo Di Stéfano: Rachad Fettal steht vor dem Comeback, das ihn endlich aus der Verletzungshölle befreien soll. Gegen Celta B will der Angreifer des Real Madrid Castilla nach neun Monaten Zwangspause wieder ins Aufgebot. Die medizinische Freigabe liegt bereit, nur noch die letzte Belastungsprobe fehlt.

Das manchester-spiel als verdeckter haupttermin

Das manchester-spiel als verdeckter haupttermin

Vier Tage später fliegt die Mannschaft nach Manchester. Im Viertelfinale der Premier League International Cup erwartet Old Trafford den Stürmer, den kaum jemand auf dem Platz gesehen hat. Genau dort will das Trainerteam ihm Minuten zumuten, die sein Knöchel noch nie verkraftet hat. Die Logik: Ein Prestigeturnier, aber kein Liga-Druck – ideal für eine gestufte Rückkehr.

Die Statistik nagt an ihm. Seit September drei Muskelfaserrisse, zuletzt am 4. Januar gegen Arenteiro, dem Tag seiner angeblich letzten Rückkehr. Seitdem 89 Tage Pause, fünf Wochen länger als die vorherige Prognose. Der Körper meldet Stabilität, der Kopf verlangt Beweise.

Julián López de Lerma, der neue Castilla-Coach, kennt die Situation nur aus Videos. Er wird Rachad nicht einfach einwechseln – er muss ihn behutsam einbauen, damit die Saison nicht wieder ins Rehazentrum führt. Denn der Spielplan wird rasant: Die Play-off-Tickets für den Aufstieg in die Segunda werden in den letzten April-Wochen vergeben, und jedes gesunde Bein zählt.

Die Rivalität im Kader wächst. Raúl‘s Nachfolger hat mit Gonzalo, Álvaro und Bruno drei Stürmer, die in den letzten Spielzeiten Liegestütze aus Bakterien gemacht haben. Wer soll Platz machen für einen Mann, dessen letztes Pflichtspieltor auf dem Papier von August datiert? Die Antwort lautet: niemand. Deshalb plant López de Lerma Doppelleben: Liga-Power gegen Celta B, Testlauf in Manchester.

Die Uhr tickt. Am 30. April endet die Gruppenphase, danach entscheiden direkte Vergleiche über die Meisterrunde. Ohne Rachad hat Castilla 1,8 Tore pro Partie gemacht – mit ihm lag die Quote bei 2,3, allerdings nur berechnet aus fünf Kurzeinsätzen. Die Datenbasis ist dünn, der Hoffnungsschimmer groß.

Wenn er am Freitag in den Katakomben des Di Stéfano steht, wird niemand die Lautsprecher dafür herunterdrehen, dass mal wieder ein Spieler zurückkehrt. Aber die Kameras werden suchen, und die Tribüne wird ihn ausrufen: „Rachad, el fútbol te espera.“ Dann kann er endlich antworten – mit einem ersten Sprint, einem ersten Check, vielleicht mit einem Tor. Die Rechnung ist simpel: Kein neuer Riss, alles offen.