Queiroz kritisiert wm-ausweitung: „vulgär und gewöhnlich“
Carlos Queiroz hat in scharfer Kritik die Ausweitung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 32 und später 48 Teams gebrandmarkt. Der ghanaische Nationaltrainer hält die Entscheidung für einen Fehler, der dem prestigeträchtigen Turnier seinen exklusiven Charakter nimmt. Seine Worte fallen deutlich und werfen ein Schlaglicht auf die Debatte über die Zukunft des größten Fußballturniers der Welt.

Verwässerung des prestigeturniers?
Nach dem 1:2 gegen Kroatien ließ Queiroz wenig Zweifel an seiner Meinung: „Etwas hat einen besonderen Wert, wenn es selten ist.“ Der Portugiese, der einst als Co-Trainer bei Manchester United wirkte, sprach offen über die Folgen der erweiterten WM-Teilnehmerzahl. „Die hohe Anzahl an qualifizierten Teams kann die Weltmeisterschaft zu etwas Vulgärem und Gewöhnlichem machen“, erklärte er in einem Interview.
Die Kritik richtete sich nicht nur gegen die Ausweitung auf 48 Teams, sondern auch gegen den Modus der Gruppenspiele und die Qualifikation der Gruppendritten. Queiroz hinterfragte, ob es wirklich sinnvoll sei, Teams zu belohnen, die in ihren Gruppen nur den dritten Platz belegen. „Darüber kann man streiten, das ist nur meine Meinung“, fügte er hinzu, doch seine Worte lassen wenig Raum für Interpretationen. Es scheint, als ob der erfahrene Trainer eine Rückbesinnung auf die traditionellen Werte des Wettbewerbs fordert.
Die FIFA hatte die Ausweitung der WM bereits 2017 beschlossen, mit dem Ziel, mehr Nationen am globalen Fußball teilhaben zu lassen. Allerdings warnen Experten vor einer Qualitätsverringerung und einer Überlastung des Terminkalenders. Die Debatte über die optimale Größe der WM ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Queiroz' Äußerungen dürften diese Diskussion weiter anheizen und die Verantwortlichen der FIFA vor eine schwierige Entscheidung stellen.
Es bleibt abzuwarten, ob seine Kritik Gehör findet. Doch eines ist klar: Queiroz scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen – selbst wenn sie populäre Entscheidungen in Frage stellen. Seine Worte sind ein Weckruf für alle, die sich für die Zukunft des Fußballs engagieren.
