Pytlick-deal geplatzt: gidsel wartet auf seinen dänischen traumpartner
Die Füchse Berlin müssen auf Simon Pytlick mindestens ein Jahr länger warten. Der dänische Superstar wollte seinen Vertrag in Flensburg vorzeitig auflösen – doch die Verhandlungen sind vorerst gescheitert. Das bestätigten mehrere interne Quellen dem TSV Pelkum Sportwelt-Team am Donnerstagabend.
Warum der transfer trotz gidsels druck stockt
Pytlick hatte intern signalisiert, bereits im Sommer 2026 statt 2027 zu wechseln. Die SG Flensburg-Handewitt blockt ab. Der Club will die Ausstiegsklausel nicht aktivieren, solange kein adäquater Ersatz steht. Ein Preis von rund eine Million Euro kursiert in der Liga – ein Betrag, den die Füchse bisher nicht zahlen wollen.
Mathias Gidsel, Weltspieler 2023 und Pytlicks Nationalmannschaftskollege, gibt sich nach außen gelassen: „Ich vertraue Bob Hanning und Nicolej Krickau. Sie wissen, dass Simon und ich uns auf Club-Ebene verstehen wie Pech und Schwefel.“ Doch hinter den Kulissen drängt der 25-Jährige auf eine schnelle Lösung. Beide spielten bereits bei GOG Handbold gemeinsam, bevor Gidsel nach Berlin wechselte.

Flensburgs machtspiel und pytlicks trumpfkarte
Die Hanseaten sitzen am längeren Hebel. Pytlicks Vertrag läuft bis 2027, ein Jahr vor Ablauf könnte er für eine festgeschriebene Ablösesumme gehen. Flensburg nutzt die Zeit, um interne Alternativen zu prüfen: Mit Emil Jakobsen und Johannes Golla haben die Norddeutschen bereits zwei Top-Kräfte im Rückraum. Gleichzeitig wissen sie: Je länger sie warten, desto größer der Frust bei Pytlick – und desto niedriger sein Marktwert.
Der Däne selbst schweigt öffentlich. Intern soll er Klartext gesprochen haben: Entweder 2026, oder er prüft „andere europäische Optionen“. Paris Saint-Germain und FC Barcelona schauen bereits hinüber. Die Botschaft ist unmissverständlich: Will Flensburg noch Geld kassieren, muss der Club jetzt verhandeln.

Die nächsten 90 tage entscheiden
Der DHB-Pokal-Endspieltag am 1. Juni und die Mitte Juni beginnende EM-Qualifikation sind wichtige Termine. Gidsel will vor dem Sommerurlaub Klarheit. „Wir planen die Vorbereitung. Mit Simon wäre unsere Chancen-Rechnung eine andere“, sagt er. Die Füchse haben noch Kapazitäten im Etat – doch sie wollen nicht übers Ziel hinausschießen. Ein Insider: „Berlin wartet auf ein Zeichen aus Flensburg. Sobald die Preis-Marke fällt, wird zugeschlagen.“
Bliebe Pytlick 2027 in Schleswig-Holstein, wäre es das erste Mal seit fünf Jahren, dass ein Top-Transfer der Füchse platzt. Die Fans jedenfalls ticken runter: Auf Twitter kursiert bereits das Hashtag #FreePytlick. Die Uhr läuft – für alle Beteiligten.
