Psg stolpert vor bayern-duell: patzer in lorient!

Paris – Ein bitterer Nachmittag für die Pariser: Nur wenige Tage vor dem alles entscheidenden Champions-League-Rückspiel gegen den FC Bayern hat Paris Saint-Germain überraschend Punkte in der Ligue 1 liegen lassen. Das 2:2 gegen den FC Lorient wirft Fragen auf, auch wenn Trainer Luis Enrique die Stammkräfte offenbar schonen wollte.

Enrique rotiert – aber das ergebnis stimmt nicht

Enrique rotiert – aber das ergebnis stimmt nicht

Die Aufstellung von PSG ließ wenig Zweifel daran, dass der Fokus bereits auf dem Duell mit Bayern liegt. Von den Leistungsträgern, die im Hinspiel für Furore sorgten, durften nur Désiré Doué und Willian Pacho in der Startformation stehen. Ein riskantes Spiel, das sich gegen Lorient als Fehlentscheidung herausstellen könnte. Die allgemeine Erwartungshaltung war hoch, schließlich wollte man den erneuten Titelgewinn in der Ligue 1 weiter vorantreiben.

Doch Lorient zeigte von Beginn an, dass sie sich nicht einschüchtern lassen würden. Nach lediglich sechs Minuten war es Ibrahim Mbaye, der nach einer schlampigen Abstimmung in der Pariser Abwehr und einer unglücklichen Parade des Keepers Yvon Mvogo zur Stelle war und den Gästen den Führungstreffer ermöglichte. Die Pariser antworteten prompt, als Doué mit einer präzisen Flanke den Ball an Mbaye vorbei brachte, der ihn mit dem Kopf unhaltbar ins eigene Tor beförderte.

Die zweite Halbzeit begann mit frischen Kräften in der Pariser Mannschaft. Joao Neves und Warren Zaire-Emery kamen ins Spiel und brachten neue Impulse. Zaire-Emery sorgte dann auch für die erneute Führung, als er nach einer Stunde mit einem sehenswerten Treffer das Netz zum 2:1 zum Beben brachte. Doch die Freude währte nur kurz. Aiyegun Tosin profitierte von einem Abpraller am Innenpfosten und markierte den Ausgleichstreffer für Lorient.

Ein Handelfmeter sorgt für zusätzliche Kontroverse

In der Nachspielzeit gab es noch einmal kurzzeitig Aufregung, als die Pariser einen Handelfmeter gefordert hatten. Nach VAR-Check wurde der Pfiff jedoch zurückgenommen, was die Gemüter zusätzlich erhitze. Die Stars wie Ousmane Dembélé, Khvicha Kvaratskhelia und Marquinhos blieben derweil unbescholten auf der Bank und schonten ihre Kräfte für das Duell gegen Bayern.

Die Unachtsamkeit in der Pariser Defensive und die Effektivität von Lorient zeigten, dass PSG keineswegs unschlagbar ist. Vor dem entscheidenden Champions-League-Rückspiel gegen den FC Bayern gilt es für die Pariser, aus dieser Niederlage zu lernen und sich optimal auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten. Denn eines ist klar: Das Hinspielergebnis ist hinfällig, und nur der FC Bayern kann am Mittwoch die Entscheidung herbeiführen.