Psg stolpert ins chelsea-duell: monaco schlägt paris 3:1 und schickt luis enrique in mentale krise

Ein Pass, ein Stolpern, ein Kollaps. Paris Saint-Germain kassierte am Sonntagabend gegen AS Monaco eine 1:3-Heimpleite, die weit über drei verlorene Punkte hinausweist. Die Elf von Trainer Luis Enrique wirkte kopflos, ideenlos, fast schon lethargisch – und das fünf Tage vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Chelsea. Die Alarmglocken schrillen im Parc des Princes.

Luis enrique spricht von mentalkrise – „selbstvertrauen gibt’s nicht im supermarkt“

Der Spanier, sonst ein Meister der kontrollierten Kommunikation, ließ nach der Partie die Maske fallen. „Wir haben ein Kopfproblem“, sagte er in die Mikrofone von Amazon Prime. „Das Selbstvertrauen ist weg. Und man kann es sich nicht einfach einkaufen.“ Die Worte klangen wie ein offenes Geständnis: PSG steckt in einer Identitätskrise, mitten in der Saison, mitten im Titelrennen, mitten im Kampf um Europas Krone.

Den Anfang machte ein individueller Fehler. Warren Zaïre-Emery, 18 Jahre alt und sonst so ruhig, verlor in der 27. Minute den Ball im Aufbau. Maghnes Akliouche nahm das Geschenk dankbar annetz zum 1:0. Nach der Pause schlug Aleksandr Golovin erneut zu, Barcola verkürzte kurz, aber Folarin Balogun machte in der 73. Minute alles klar. Die Pariser Defensive, sonst eine der besten der Liga, wirkte wie leergezogen.

Dembélé zurück – aber ist er wirklich die lösung?

Dembélé zurück – aber ist er wirklich die lösung?

Ein Lichtblick: Ousmane Dembélé feierte nach 79 Tagen Verletzungspause sein Comeback. Der Franzose kam in der 60. Minute, hatte zwei gute Szenen, verpasste in der 79. Minute das mögliche Anschlusstor. Die Zeitung „Le Parisien“ schreibt bereits von einer Startelf-Chance gegen Chelsea. Doch die Frage ist: Reicht ein Dembélé, um ein Team wieder aufzurichten, das offensichtlich tiefer steckt als nur in der Tabelle?

Körner gibt es noch. PSG führt die Ligue 1 weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung. Doch die Rivalen schüren schon laut das Feuer. Lens kann bei einem Sieg gegen Metz am Sonntag auf einen Zähler heranrücken. Die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden. Und in der Champions League wartet mit Chelsea ein Gegner, der sich in der Premier League gerade neu erfunden hat.

Luis Enrique wird diese Tage kaum schlafen. Seine Stars auch nicht. Denn das Problem ist nicht das System, nicht die Fitness, nicht einmal die Taktik. Es ist der Kopf. Und den muss man sich selbst wieder suchen – im Parc oder im Stamford Bridge.