Psg: luis enrique setzt auf bewährte elf – doch zaire-emery droht die bank!
Paris – Ein Déjà-vu in der ChampionsLeague? Luis Enrique könnte tatsächlich auf die Aufstellung zurückgreifen, die im vergangenen Jahr den Inter Mailand mit 5:0 demütigte. Der Fokus liegt klar auf Kontinuität, doch für einige Spieler könnte das bedeuten, dass sie auf ihre Chance warten müssen.
Die konstanz zahlt sich aus – oder doch nicht?
Die Kaderplanung beim Paris Saint-Germain scheint sich im Kern nicht wesentlich von der Vorsaison zu unterscheiden. Enrique scheint dem Erfolg seiner Mannschaft zu vertrauen und belohnt die Spieler, die im Finale gegen Inter eine herausragende Leistung zeigten. Einzige Ausnahme ist der Torwart: Der junge Safonov hat sich gegenüber Donnarumma durchgesetzt, was angesichts seiner Leistungen unter dem Strich auch verdient ist. Der teuerste Transfer der Saison, der Innenverteidiger Zabarnyi für unglaubliche 68 Millionen Euro, konnte sich bisher nicht gegen Marquinhos durchsetzen – ein Zeichen dafür, dass die etablierte Abwehrreihe weiterhin Priorität hat.
Die Fitness der angeschlagenen Spieler könnte natürlich noch für Veränderungen sorgen, insbesondere im Fall von Achraf Hakimi. Sein Ausfall im April gegen Bayern München war bitter, doch er trainiert nun wieder mit dem Team. Auch Dembélé, der sich im letzten Ligue 1-Spiel eine leichte Muskelverletzung zuzog, wird rechtzeitig fit sein. Die größte Überraschung in dieser Personalrochade ist jedoch die Situation von Zaire-Emery.

Zaire-emery: vom shootingstar zur bankdrücker?
Der junge Mittelfeldspieler hat sich seit Hakimis Verletzung einen Stammplatz auf der rechten Seite erobert und beeindruckte mit seiner Energie und seinem Spielverständnis. Doch mit der Rückkehr Hakimis und der Rückkehr von Fabián Ruiz ins Mittelfeld sieht es für ihn düster aus. Enrique scheint entschlossen, alle Spieler zu belohnen, die im Finale gegen Inter erfolgreich waren, was Zaire-Emerys Chancen auf einen Stammplatz deutlich schmälert. Ein herber Rückschlag für den talentierten Nachwuchsspieler, der bisher eine bemerkenswerte Entwicklung gezeigt hat.
Die Vorbereitung auf das Spiel wird von Enrique pragmatisch angegangen. Der Fokus liegt auf der individuellen Stärke der Spieler und weniger auf der Analyse des Gegners. Klare Anweisungen, individuelle Gespräche und die Betonung des Teamgeistes sollen die Spieler optimal auf die Aufgabe vorbereiten. Ein Beispiel für die Umsetzung dieser Philosophie war das Opferbereitschaft von Dembélé im letzten Finale, der sich unermüdlich für die Verteidigung des Tores einsetzte.
Die Entscheidung von Enrique, weitgehend auf die gleiche Elf wie in der Vorsaison zu setzen, unterstreicht die Kontinuität des Projekts. Im Verein wird bereits hinter den Kulissen an möglichen Veränderungen für die nächste Saison gearbeitet, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Trainers und eventuelle Abgänge zugeschnitten sein werden. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Strategie zum Erfolg führt – oder ob die Konkurrenzsituation Zaire-Emery zu einer weiteren Entwicklung zwingt.
