Psg gegen liverpool: kann klopp-nachfolger slot den trend umkehren?
Paris fiebert dem Duell mit Liverpool entgegen, einem Wiedersehen, das für den französischen Hauptstadtklub eine bittere Erinnerung weckt. Die vergangene Saison, als das Champions-League-Aus gegen die Reds im Parc des Princes erfolgte, wirft einen langen Schatten. Luis Enrique versucht nun, den Druck abzubauen, doch die Ausgangslage ist angesichts der aktuellen Form beider Mannschaften alles andere als eindeutig.
Ein liverpool in der krise?
Es ist kaum zu übersehen: Jürgen Klopps Abgang hat eine tiefe Wunde in Liverpool hinterlassen. Der neue Trainer Arne Slot steht vor einer enormen Herausforderung, und die jüngsten Ergebnisse sprechen Bände. Die deutliche 4:0-Niederlage gegen Manchester City im FA Cup-Viertelfinale war ein Schock, und die Gefahr, die Qualifikation für die nächste Champions-League-Saison zu verpassen, ist real. 15 Niederlagen in dieser Saison – eine Zahl, die man beim Liverpool FC seit der Saison 2014/15 unter Brendan Rodgers nicht mehr verzeichnete. Das zeigt die tiefe Krise, die den Verein erfasst hat.
Slot selbst scheint sich der Problematik bewusst zu sein. „Ich habe mir während der ersten zehn Minuten nach der Halbzeitpause den Kampfgeist gewünscht“, klagte er nach dem Spiel gegen City. „Es war ein Spiel, in dem beide Mannschaften akzeptierten, dass es eine Demütigung war. Aber in diesen ersten Augenblicken fehlte mir der Wille, Duelle zu gewinnen, als Erster am Ball zu sein und dem Gegner das Leben schwer zu machen.“ Die Frage, ob Slot die notwendigen Veränderungen bewirken kann, um seine Position im Sommer zu sichern, steht auf dem Prüfstand.

Psg findet wieder zu alter stärke
Im Gegensatz zu Liverpool scheint Paris Saint-Germain seine Form wiedergefunden zu haben. Nach einem holprigen Saisonstart, der eher an einen Dieselmotor als an einen Hochleistungsmotor erinnerte, scheint sich das Team unter Luis Enrique zu entwickeln. Der Sieg gegen Chelsea, ein Spiel von höchster Qualität, demonstrierte das Potenzial der Pariser. Enrique selbst äußerte sich nach dem Spiel: „Es war ein Jahr anders. Ich möchte, dass das Team seine Identität beibehält: versuchen, gut zu spielen und es zu genießen.“
Allerdings möchte der Trainer die unglückliche 0:1-Niederlage im Parc des Princes gegen Liverpool unbedingt vermeiden. „Es war ein Spiel von höchster Qualität. Ich würde es gerne wieder spielen, aber mit einem anderen Ergebnis“, so Enrique. Die Atmosphäre im Stadion soll dabei „unglaublich“ sein – ein Faktor, der für PSG von Vorteil sein könnte. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass in solchen K.O.-Spielen die Favoritenrolle keine Garantie für den Erfolg ist. Letztes Jahr wurde das von Liverpool demonstriert. Jetzt liegt es an PSG, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und die Chance zu nutzen, den Trend umzukehren. Die Spannung ist greifbar, und das Duell verspricht ein packendes Kräftemessen zu werden.
