Psg demütigt arsenal – havertz' hoffnungsschimmer in budapest
Paris, Budapest – Ein Fußballfest für die Ewigkeit: Paris Saint-Germain hat Arsenal in einem packenden Champions-League-Finale dekonstruiert und die Gunners nach 20 Jahren Ernüchterung zurück in die Realität geholt. Während die Pariser ihre Dominanz unterstrich, lastet auf Kai Havertz die Bürde der Vergangenheit, doch der deutsche Angreifer zeigte zumindest ansatzweise, dass er das Potenzial besitzt, das Arsenal in Zukunft benötigt.

Havertz – der letzte mann, der chelsea zum triumph führte
Die Augen waren auf ihn gerichtet, auf Kai Havertz, den einzigen Spieler im Kader von Arsenal, der bereits den Champagnergenuss einer Champions-League-Finalpartie erlebt hat. 2021 war er der Mann, der Chelsea gegen Manchester City zum Sieg schoss, ein Moment, der in goldener Schrift in die Fußballgeschichte eingehen wird. Doch die Erwartungen an seine Leistung im weißen Trikot waren hoch, und die bisherige Saison war von Höhen und Tiefen geprägt.
Die Geschichte von Havertz beim Arsenal ist komplex. Ursprünglich als zentraler Mittelfeldspieler eingeplant, zwangen ihn Verletzungen von Gabriel Jesus zu einer Umpositionierung als Stoßstürmer. Mikel Arteta, der Arsenal-Trainer, lobte seine Vielseitigkeit und seine Fähigkeit, seine Mitspieler besser zu machen. „Seine Hauptstärke ist, dass er seine Kollegen verbessert“, so Arteta.
Trotz seiner Bemühungen und der Tatsache, dass er bereits die Toranzahl seiner Chelsea-Zeit übertroffen hat, bleibt das Gefühl bestehen, dass Arsenal einen echten Killer im Sturm benötigt. Der dänische Stürmer Rasmus Gyökeres hat mit 21 Treffern in dieser Saison bewiesen, dass er diese Rolle ausfüllen kann, auch wenn die Abstimmung zwischen ihm und Havertz noch nicht optimal ist. „Wir hoffen, dass sich diese Beziehung in die richtige Richtung entwickelt“, erklärte Arteta.
Die Verletzungen haben Havertz in dieser Saison in die Knie gezwungen. Fünf verschiedene Verletzungen führten zu 172 Ausfällen. „Ich habe dunkle Momente durchlebt“, gestand Havertz, „aber ich habe jeden Morgen versucht, hart zu arbeiten, um zurückzukommen.“ Und er hat immer wieder gezeigt, dass er in entscheidenden Momenten zur Stelle ist – ein Treffer gegen Kairat, ein entscheidendes Tor gegen Chelsea im Carabao Cup, ein Elfmeter gegen Leverkusen, ein Siegtreffer gegen Sporting, eine Vorlage gegen Newcastle und ein weiterer Siegtreffer gegen Burnley.
Ob Arteta ihn von Beginn an in die Startelf beordert, bleibt abzuwarten. Es ist durchaus denkbar, dass Havertz als Spielmacher beginnt und Gyökeres als Joker für die zweite Halbzeit eingebracht wird. Denn eines ist klar: Mit Havertz hat Arsenal eine Waffe im Arsenal, die in entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann.
Die Finalniederlage mag schmerzhaft sein, aber für Havertz ist sie eine weitere Chance, seine Vergangenheit zu überwinden und seine Zukunft beim Arsenal zu gestalten. Er weiß, was es bedeutet, eine Champions-League-Finalpartie zu gewinnen, und er wird alles daran setzen, dieses Gefühl erneut zu erleben. „Ich hoffe, ich kann es wieder tun und in einem weiteren Champions-League-Finale treffen“, sagte er entschlossen.
