Promes gesteht messerattacke auf cousin – sieben jahre haft drohen

Quincy Promes packt aus. Der frühere Ajax-Star gab vor Gericht zu, seinen Cousin mit einem Taschenmesser am Knie verletzt zu haben. Die Tat ereignete sich bei einer Familienfeier in Abcoude im Juli 2020, nun fordert die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Gefängnis – wegen schwerer Körperverletzung und des Vorwurfs des internationalen Kokainhandels.

Die nacht, in der alles eskalierte

Was als Sommerparty begann, endete mit Blut. Laut Anklage rastete Promes aus, weil ihm Schmuck fehlte. Die Verteidigung spricht von einem „verwirrten Moment“, doch das Gericht hört: Der Stürmer zückte das Messer und stach gezielt. Das Opfer erlitt eine Schnittwunde, die Operation dauerte Stunden.

Parallel läuft ein zweites Verfahren: 1.350 Kilo Kokain, verschifft aus Brasilien, mit Promes als mutmaßlichem Drahtzieher. Die Chats, die die Ermittler auswerten, stammen laut Anwälten „nicht von seinem Handy“. Die Beweise sind dünn, sagen sie. Die Richter lachen nicht mit.

Vom nationalspieler zum gesuchten verlierer

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50 Länderspiele, 19 Tore für Oranje, einst Rekordtransfer von Sevilla zu Ajax für 15 Millionen Euro. Dann kam Russland, dann die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er 2024 noch 19 Mal einnetzte – bevor das Visum ausläuft und die Haft droht. Seine Karriere gleicht einem Sprint, der in einem Gefängnishof endet.

Der Prozess wird im Mai verhandelt. Sollte das Urteil fallen, dürfte Promes vor seinem 35. Geburtstag keine Freiheit mehr sehen. Der Sport, der ihn einst rettete, verlässt ihn jetzt. Die Fans von Spartak Moskau haben seine Trikots verbrannt, die von Ajax löschen seine Statistiken aus den Fan-Shops. Wer einmal für das Oranje-Rad trug, fährt nun rollendes Gericht.