Prestianni-sperre: wm-traum geplatzt – fifa schlägt hart zu!
Ein Schock für argentinischen Fußball: Gianluca Prestianni, das Regengewitter von Benfica Lissabon, droht seinen Traum von der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zu verspielen. Die FIFA hat die Sperre für den 20-Jährigen nach den Vorfällen im Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid von sechs Spielen aufgestellt – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.
Der vorfall, der prestiannis karriere gefährdet
Die Eskalation nahm ihren Lauf im Viertelfinal-Hinspiel zwischen Benfica und Real. Nach dem 1:0-Treffer durch Vinicius Junior kam es zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen Prestianni und dem brasilianischen Star. Vinicius Junior warf dem Argentinier rassistische Beleidigungen vor, was zu einer zehminütigen Unterbrechung des Spiels führte. Prestianni selbst bestreitet die Anschuldigungen vehement. Bereits damals wurde er für das Rückspiel gesperrt, nun hat die FIFA nachgerückt und die Sperre auf globaler Ebene verhängt. Die Konsequenz: Prestianni könnte die ersten beiden Gruppenspiele der WM verpassen – ein schwerer Schlag für Argentiniens Chancen.
Die FIFA schickt ein unmissverständliches Signal: Rassismus und Diskriminierung werden im Fußball nicht toleriert. Präsident Gianni Infantino hatte sich bereits öffentlich dafür ausgesprochen, Spieler, die sich den Mund verdecken und rassistische Äußerungen tätigen, sofort vom Platz zu stellen. Diese Haltung spiegelt sich nun in der drastischen Entscheidung im Fall Prestianni wider.

Neuer regelbeschluss: mundschutz wird rot
Die Diskussion darüber, ob das Verdecken des Mundes während einer Auseinandersetzung mit einem Spieler mit einer roten Karte geahndet werden sollte, ist längst in den Fußball eingezogen. Die IFAB, der Fußball-Regelbehörde, hat darauf reagiert und eine neue Regel eingeführt: „Nach Ermessen des Wettbewerbsorganisators kann jeder Spieler, der sich bei einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler den Mund bedeckt, mit einer Roten Karte bestraft werden.“ Eine Maßnahme, die die Verantwortlichen offenbar als notwendigen Schritt zur Bekämpfung von Rassismus sehen.
Für Prestianni bedeutet dies eine herbe Enttäuschung. Seine bisherige Länderspielbilanz ist mager: Nur ein einziger Einsatz, und das in der 86. Minute eines Testspiels gegen Angola im November letzten Jahres. Auch gegen Sambia im April saß er ohne Einsatz auf der Bank. Ob Trainer Lionel Scaloni ihn trotz der bevorstehenden Sperre in den WM-Kader berufen wird, ist äußerst fraglich. Der Kaderumbruch, der derzeit in Argentinien stattfindet, könnte Prestiannis Chancen zusätzlich schmälern.
Die Entscheidung der FIFA ist ein deutliches Signal an alle Spieler: Respekt und Fairplay sind oberstes Gebot. Wer gegen diese Prinzipien verstößt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Die Weltmeisterschaft wird zeigen, ob Argentinien den Ausfall von Prestianni kompensieren kann – und ob dieser den Fehler eingesteht, der ihm nun so teuer zu stehen kommt.
