Premier league-transferer: wer versagte und was wird aus den stars?

Die englische Premier League – ein Moloch für Millioneninvestitionen und Träume. Doch nicht jeder Transfer gleicht einem Volltreffer. Eine aktuelle Analyse der Daily Mail nimmt die Lupe zu den 20 teuersten Neuzugängen der vergangenen Sommerperiode und offenbart ein erschreckendes Bild: Für unglaubliche 980 Millionen Euro wurden Spieler verpflichtet, die bisher kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben – lediglich 28 Tore und 26 Vorlagen sind dabei auf ihrem Konto. Das ist weniger als Bayern München in nur fünf Champions-League-Spielen erzielte!

Wer sind die größten enttäuschungen im englischen top-fußball?

Wer sind die größten enttäuschungen im englischen top-fußball?

Angeführt wird die Liste des Misserfolgs von Yoane Wissa, der für fast 58 Millionen Euro von Brentford zu Newcastle wechselte. Nach einer starken Vorsaison mit 19 Toren in 35 Spielen, kämpfte er sich nach einer Knieverletzung zurück, traf aber nur dreimal und steht nun vor einem möglichen Abgang. Direkt hinter ihm folgt Alexander Isak, dessen 145 Millionen Ablöse ihn zum teuersten Transfer des Sommers machten. Trotz seiner hohen Erwartungen konnte er in 13 Spielen für Liverpool lediglich drei Tore erzielen – ein Fakt, der durch seinen längeren Ausfall aufgrund eines Wadenbeinbruchs bedingt wurde.

Doch die Liste der Fehlentscheidungen reicht weit über diese beiden Namen hinaus. So landeten auch deutsche Talente auf den hinteren Plätzen. Florian Wirtz, für 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu Liverpool transferiert, hatte zu Beginn Schwierigkeiten, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Mittlerweile konnte er aber sieben Tore erzielen und zehn weitere vorbereiten, was seine Anpassungsphase verdeutlicht. Nick Woltemade, der für 75 Millionen Euro von Stuttgart zu Newcastle wechselte, sorgte ebenfalls für Diskussionen, konnte aber mit sieben Treffern in 30 Spielen zumindest zeigen, dass er torgefährlich ist – mehr als jeder andere Spieler auf dieser traurigen Liste.

Auch Namen wie Tijjani Reijnders (Manchester City, 55 Mio. Euro), Ben Gannon-Doak (Liverpool, 23 Mio. Euro) und Tyler Dibling (Everton, 40 Mio. Euro) gehören zu den genannten Flops. Besonders bitter: Einige Vereine haben ihre teuren Neuzugänge bereits wieder ziehen lassen, wie beispielsweise Wolverhampton mit Fer López, der nach seinem Wintertransfer zurück nach Spanien ging.

Die Daily Mail-Analyse ist ein deutlicher Weckruf für die Premier-League-Klubs. Sie zeigt, dass Geld allein keinen Erfolg garantiert und dass die Suche nach dem nächsten Fußball-Goldstück deutlich schwieriger ist, als viele glauben. Ob die Vereine aus ihren Fehlern lernen und ihre Transferstrategien überdenken, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die nächste Transferperiode verspricht wieder Spekulationen, Hoffnungen und – mit hoher Wahrscheinlichkeit – weitere teure Enttäuschungen.