Pou-brüder jagen neue eiskaskaden nach dolomiten-triumph
Iker und Eneko Pou haben die Dolomiten verlassen, doch das Adrenalin bleibt. Drei Millionen Höhenmeter, 80 000 Routen und jetzt? Ein neuer Vertrag mit La Sportiva, der ihre Sieben-Kontinente-Karriere auf die nächste Stufe hebt.

Preis in oviedo, blick nach vorn
Am 21. März nahmen die Basken im Auditorio von Oviedo den Naranjo-de-Bulnes-Preis entgegen. Die Jury lobte ihre Erstbegehungen wie „Orbayu“ oder „Rayu“ – Linien, die bis heute niemand wiederholte. Carlos Soria, 84, stand neben ihnen, doch die Pou-Zwillinge denken längst an neue Projekte. „Wir brauchten frischen Wind“, sagt Iker. „La Sportiva liefert ihn.“
Die Zusammenarbeit ist kein Sponsor-Deal, sondern eine Design-Partnerschaft. Seit 2010 testeten die Pou-Brüder Schuhprototypen im Himalaya und in der Antarktis. Jetzt entwickeln sie gemeinsam mit den Italienern Equipment, das gleichermaßen leicht wie robust ist. „Wenn wir morgen in Patagonien stehen, sollen andere Kletterer profitieren“, erklärt Eneko. Die ersten Modelle kommen im Herbst in die Läden.
Die Zahlen dahinter sind atemberaubend: 35 Jahre am Fels, 15 Expeditionen pro Jahr, ein Budget, das sich durch Vorträge und Beratung finanziert. Doch das Duo bleibt bodenständig. „Wir klettern noch immer mit denselben Nerven wie am ersten Tag“, sagt Iker. Das nächste Ziel: eine unbekannte Wand in Grönland, wo Temperaturen von minus 30 Grad die Ausrüstung auf die Probe stellen.
Die Botschaft an ihre Fans ist klar: Der Sport lebt von Neuem, nicht von Rekorden. Und während andere auf Social-Media-Likes jagdgehen, packen die Pou-Brüder Seile und Eispickel – raus aus der Komfortzone, hinein in die Vertikale.
