Pou-brüder auf abwegen: klettern im atlas, skitouren in den pyrenäen!
Die Pou-Brüder sind bekannt für ihre unbändige Energie und ihre ständigen sportlichen Herausforderungen. Kaum hat der Frühling Einzug gehalten, stürzten sich Iker und Eneko in neue Abenteuer – allerdings getrennt voneinander. Während Iker die Felsen des Atlas in Marokko eroberte, meisterte Eneko die eisigen Hänge der Pyrenäen.
Eneko pou bezwingt die „carros de foc“ und trainiert in sierra nevada
Eneko Pou konzentrierte sich auf das Skitourengehen und schloss sich einem erfahrenen Team an, darunter der Rioganer Alfredo del Campo, der Andorraner Albert Babot und die baskische Skitourenläuferin Isa Casado. Gemeinsam bewältigten sie die „Carros de Foc“, eine der anspruchsvollsten Hochrouten der Pyrenäen. Die Tour führte sie über 60 Kilometer bei einer Höhenunterschiedsleistung von 5.100 Metern. Anschließend reiste Eneko nach Sierra Nevada, um dort ein Höhentraining zu absolvieren.
Doch damit nicht genug: Eneko Pou teilte sein Training mit einigen der besten Athleten der Szene. Er wurde von der Himalaya-Expertin Pipi Cardell und der zweifachen olympischen Medaillengewinnerin im Skitourengehen, Ana Alonso, begleitet. Diese beiden lernten den Vater von Ana kennen und unternahmen bereits gemeinsame Aktivitäten in der Region.

Iker pou eröffnet neue routen im marokkanischen atlas
Parallel dazu war Iker Pou im Atlasgebirge in Marokko unterwegs, genauer gesagt in Taghia. Dort gelang es ihm, zwei neue Routen zu erschließen, unterstützt von dem erfahrenen Joseph Harris, einem Kenner der Region. Das Duo startete mit der „Club Ahmed“ (8a/260m) an der Ostseite des Tuyat. Nach drei Tagen harter Arbeit und einer erfolgreichen Begehung gilt die Route als zukünftiger Klassiker, benannt nach Ahmed, dem Hüter der Schutzhütte.
Anschließend gelang es Iker und Joseph, zwei weitere Routen zu bezwingen: „Somos Nosotros“ (7b+/600m), eine Route, die Harris bereits 2024 eröffnet hatte, und „Bien de Pan“ (7c+/380m) an der Wand des Jbel Taladrate. Letztere wurde an einem besonders frostigen Tag in einer einzigen Tagesleistung im Freiklettern bezwungen. Zum Abschluss ihrer Reise eröffnete Iker gemeinsam mit den jungen Talenten Hector Marrodán und Ibai Ezio eine weitere Route an der Cascade-Wand.
Die nächste Herausforderung: „Aske“ (8c?)
Die neue Route, die den Namen „Aske“ (8c?/185m) trägt, stellt eine anspruchsvolle und schwer zu lesende Herausforderung im Freiklettern dar. Iker Pou plant bereits seine Rückkehr, um die erste vollständige Begehung zu realisieren. Die Pou-Brüder beweisen einmal mehr, dass ihre Leidenschaft für das Klettern und Skitourengehen keine Grenzen kennt und sie stets auf der Suche nach neuen Abenteuern sind.
