Potapowa scheitert an kostjuk: überraschend frühes aus in madrid!

Madrid – Ein Schock für die Tenniswelt: Anastasia Potapova, die als Neo-Österreicherin antrat, ist beim WTA-1000-Turnier in Madrid bereits im Halbfinale an Marta Kostjuk gescheitert. Das klare 2:6, 6:1, 1:6 ließ wenig Raum für Interpretationen und beendete Potapovas ambitionierten Lauf in Spanien jäh.

Kostjuk kontert potapowas aufschlagprobleme

Das Duell der jungen Wilden verlief denkbar dramatisch. Potapowa, die zuvor als Lucky Loser ins Turnier eingezogen war und sich mit beeindruckenden Leistungen durchgesetzt hatte, offenbarte gegen Kostjuk deutliche Schwächen beim Aufschlag. Die Ukrainerin nutzte dies geschickt aus und stellte frühzeitig auf 2:0. Potapowa vergebens versuchte, das Ruder herumzureißen, doch Kostjuk behielt die Kontrolle und sicherte sich den ersten Satz deutlich.

Im zweiten Satz schien plötzlich die alte Potapowa zurück. Mit druckvollen Schlägen und einer aggressiven Rückhand dominierte sie das Geschehen und ließ Kostjuk kaum Luft zum Atmen. Ein Break zum 6:1 ließ wenig Zweifel an der Wende bleiben. Doch die kurze Euphorie verflog schnell. Im Entscheidungssatz präsentierte sich Potapowa erneut von ihrer unsichersten Seite. Leichte Fehler und eine zunehmend unkonzentrierte Spielweise ermöglichten es Kostjuk, das Match zu kontrollieren.

Ein brisant Break und Doppelfehler besiegeln die Niederlage

Bereits früh im dritten Satz gelang Kostjuk ein entscheidendes Break, das Potapowa den Wind aus den Segeln nahm. Drei Breakchancen ließ sie ungenutzt, bevor Kostjuk schließlich den Satz mit 6:1 für sich entscheiden konnte. Der Matchball wurde von Potapowa mit einem Doppelfehler verschenkt – ein bitterer Abschied von Madrid. „Das Match im vergangenen Jahr war ganz anders, sie spielt jetzt ganz anders“, kommentierte Kostjuk nach dem Sieg, die sich dank ihres Erfolgs in Rouen bereits auf 250er-Ebene einen Titel sicherte und nun in die Top 20 vorstoßen wird.

Für Potapova bedeutet die Niederlage zwar das Aus im Turnier, doch ihr Erfolgslauf als Lucky Loser wird sich in der Weltrangliste bemerkbar machen. Sie wird voraussichtlich um fast 20 Ränge auf Position 38 klettern.

Zverev zieht souverän ins halbfinale ein

Zverev zieht souverän ins halbfinale ein

Während Potapowa enttäuschte, präsentierte sich Alexander Zverev von seiner besten Seite. Der deutsche Tennisstar ließ dem Italiener Flavio Cobolli beim klaren 6:1, 6:4 keine Chance und revanchierte sich damit für die Niederlage in München. Im Halbfinale trifft Zverev auf den belgischen Außenseiter Alexander Blockx – ein Duell auf Augenhöhe, das Tennis-Fans auf der ganzen Welt mit Spannung verfolgen werden. Das Turnier in Madrid liefert somit spannende Momente und zeigt, dass die neue Generation des Tennis auf dem Vormarsch ist.

Die Niederlage von Potapowa wirft nun die Frage auf, wie sie sich von diesem Rückschlag erholen und ihre Form wiederfinden kann. Eines ist jedoch sicher: Im Tennis ist nichts so, wie es scheint, und die nächste Überraschung ist nur eine Frage der Zeit.