Popp vor abschied: tränen in wolfsburg, traum von dortmund!

Ein Fußball-Kult geht in Wolfsburg zu Ende: Nach 14 Jahren und zahlreichen Titeln steht Alexandra Popp vor ihrem Abschied vom VfL. Doch während die gebürtige Mülheimerin sich auf ihre Zukunft beim BVB freut, schmerzen der Abschied und die Zwangspause noch sehr.

Die verlorene saison und die pokalhoffnung

Die Olympia-Siegerin von 2016 fällt seit Wochen aufgrund eines Muskelfaserrisses aus. Während ihre Teamkolleginnen auf dem Platz kämpfen, verbringt Popp ihre Tage in der Reha – ein Zustand, den sie offen sichtlich leidest. „Es läuft gut“, gab sie auf der Abschiedspressekonferenz zu, „aber es ist schwer, von der Seitenlinie aus zuzusehen.“

Dennoch blickt die 35-Jährige optimistisch nach vorne. Ihr großes Ziel: Das Pokalfinale am 14. Mai gegen den FC Bayern. „Es würde mir extrem viel bedeuten, den Pokal noch einmal nach Wolfsburg zu holen. Das wäre ein schöner und runder Abschluss“, betonte sie. Die Hoffnung auf ein letztes Glanzlicht in den Vereinsfarben ist da, auch wenn die Wahrscheinlichkeit ungewiss ist.

Freundschaften und erfolge: ein vermächtnis in wolfsburg

Freundschaften und erfolge: ein vermächtnis in wolfsburg

Der Abschied von Wolfsburg ist nicht nur sportlicher Natur. Popp hat in der Volkswagen-Stadt nicht nur Erfolge gefeiert, sondern auch tiefe Freundschaften geschlossen. „Ich werde die Menschen in Wolfsburg vermissen“, gestand sie mit tränenfeuchtem Blick. „Es fällt mir echt schwer, alles zu planen. Ich ziehe das alles in die Länge.“

Die Liste ihrer Erfolge beim VfL ist beeindruckend: Sieben Meistertitel, elf DFB-Pokalsiege und zwei Triumphe in der Champions League. Besonders das Triple im Jahr 2013, das sie als ihren größten Erfolg bezeichnet, wird in Erinnerung bleiben. Doch was bedeutet es, nach 14 Jahren einen anderen Weg einzuschlagen?

Dortmund ruft: ein herzenswunsch wird wahr

Dortmund ruft: ein herzenswunsch wird wahr

Die Entscheidung für Borussia Dortmund war keine gegen den VfL, sondern für ihr Herz, erklärte Popp. Seit ihrer Kindheit ist sie Fan des BVB und will nun ihren Traum verwirklichen, für ihren Lieblingsverein zu spielen – möglicherweise zunächst in der Regionalliga West. Der BVB belegt aktuell den zweiten Platz hinter dem zweiten Team des 1. FC Köln, was den Aufstieg in die Bundesliga noch in dieser Saison unwahrscheinlich macht.

„Ich will das Projekt in Dortmund auf und neben dem Platz mit aufbauen, will die Mädels mitziehen und ihnen den Druck nehmen“, so Popp. Mit einem Vertrag bis 2029 signalisiert sie ihre langfristige Vision. Auch wenn der Weg in die 1. Bundesliga noch steinig sein wird, ist Popp fest entschlossen, ihr Ziel zu erreichen.

Bevor es aber so weit ist, gilt es, das Pokalfinale zu bestreiten. Es bleibt abzuwarten, ob Alexandra Popp noch einmal das Trikot des VfL Wolfsburg tragen wird. Eines ist jedoch sicher: Ihr Name wird für immer in den Geschichtsbüchern des Vereins verewigt bleiben.