Popp verlässt wolfsburg und zieht nach dortmund – ein transfer mit herzblut

Alexandra Popp wechselt nach 14 Jahren, 13 Pokalsiegen und sieben Meisterschaften ablösefrei zum Regionalligisten Borussia Dortmund. Die 34-Jährige unterschreibt bis 2029 – und bekennt: „Ich wollte diese Chance nicht verpassen.“

Ein herzschlagtransfer, kein routinewechsel

Ein herzschlagtransfer, kein routinewechsel

Der BVB hatte die Frauenabteilung erst 2020 gegründet. Jetzt landet er den Prestige-Coup der Liga. Popp, dreimalige Fußballerin des Jahres, wird künftig in Schwarz-Gelb auflaufen – womöglich sogar in der Regionalliga West, wenn der Aufstieg gegen Köln II noch vor Saisonende misslingt. Ein Jahr Drittklassigkeit nach Champions-League-Nächten? Für Popp kein Makel, sondern Teil des Plans. „Ich komme langsam Richtung Ende meiner Karriere“, sagt sie, „und mein Körper fragt nach neuen Reizen.“

Die Signal kommt vom Klub, nicht vom Markt. BVB-Geschäftsführerin Svenja Schlenker spricht von einem „dicken Ausrufezeichen“ für die Zukunft des Frauenfußballs in Dortmund. Die Botschaft: Ein Leuchtturm wechselt nicht wegen Geld, sondern wegen Liebe – und weil der Verein endlich ernst macht.

Wolfsburg reagiert cool, Köln spürt den DruckDie Niedersachsen verlieren ihre Torjägerin, nicht ihre Kontrolle. Mit Giovanna Hoffmann ist bereits die nächste Nationalspielerin verpflichtet. Sportchef Ralf Kellermann dankt Popp für „eine Epoche voller Titel“ und schickt sie mit dem Segnen der Wölfinnen Richtung Revier. Dort wartet ein Kader mit Bundesliga-Erfahrung: Friederike Kempe (Ex-Leipzig), Annika Enderle (Ex-Essen) und Coach Markus Högner, der die SGS Essen jahrelang oben hielt.

Für den Rest der Regionalliga-Saison bleibt die Frage: Schafft Dortmund den Aufstieg noch ohne Popp? Oder startet die Ikone 2025/26 tatsächlich in der 2. Liga? Die Antwort entscheidet sich am 25. Mai im letzten Spieltag. Bis dahin trainiert sie schon mit – und jedes ihrer Lächeln wirbt mehr als jede Marketingkampagne.

Am Ende zählt nur eins: Ein Jahrhunderttalent kehrt heim, nicht weil es muss, sondern weil es kann. Und weil der BVB endlich bereit ist, seine Frauen nicht mehr nur nebenher laufen zu lassen.