Undavs patzer: nagelsmann am rande der verzweiflung!

Die WM-Hoffnungen der deutschen Nationalmannschaft sind in einem Schockmoment im Sechzehntelfinale gegen Paraguay geplatzt. Julian Nagelsmann hatte auf Deniz Undav in der Startelf gesetzt, doch der Stürmer vergab eine Chance, die alles verändert hätte – und brachte seinen Trainer zur Weißglut.

Ein fehlpass, der eine nation enttäuschte

Fünf Minuten waren gespielt, als Florian Wirtz den Ball in den Strafraum spielte. Undav nahm die Kugel an, bekam sie von Kai Havertz zurück, und plötzlich standen drei deutsche Spieler – Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic und Leroy Sané – frei vor dem Tor. Eine einfache Querpassaktion hätte Paraguay auseinandergenommen und Deutschland in Führung bringen können. Doch Undav entschied sich für einen halb geflankten, halb geschossenen Schuss, der daneben ging. „Da stehen wir zu viert alleine vor dem Tor! Da müssen wir nur querspielen, dann schieben wir den ins leere Tor. Da chippt der Deniz den irgendwie auf den zweiten Pfosten!“, polterte Nagelsmann nach dem Spiel.

Es war nicht nur ein vergebener Moment, sondern ein Symbol für die glücklose Offensive der deutschen Mannschaft. Nagelsmann hatte zuvor in der Hoffnung auf eine bessere Abstimmung mit Havertz Undav überraschend in die Startelf befördert. Doch diese Erwartung blieb unerfüllt. „Wir hatten zwei Spitzen, aber in der ersten Hälfte kaum Präsenz im Strafraum. Kai ist früh auf den Flügel gegangen, dann war Deniz wieder relativ alleine“, erklärte der Coach.

Die Statistiken untermauern das Bild: Undav brachte es nach 63 Minuten, neun Ballaktionen und einem Expected-goals-Wert von lediglich 0,03, auf eine Platzverweise durch Jamal Musiala. Ein Arbeitstag, der dem Stuttgarter und der gesamten deutschen Offensive wenig Gutes brachte. Die Szene aus der Anfangsphase wird als der entscheidende Moment einer verkürzten WM-Reise in die Geschichte eingehen.

Die frage, die bleibt: war undav die richtige wahl?

Die frage, die bleibt: war undav die richtige wahl?

Die Entscheidung von Nagelsmann, Undav in die Startelf zu stellen, wird nun hinterfragt. War es ein Fehler, einen Joker wie Undav gleich von Beginn an zu bringen? Vielmehr wirft der Vorfall ein Schlaglicht auf die Schwierigkeiten der deutschen Offensive, im entscheidenden Moment zu kalten Nerven zu demonstrieren. Die WM ist für Deutschland vorbei – und eine vergebene Chance in der Anfangsphase wird als bitterer Symbolträger für das gescheiterte Turnier in Erinnerung bleiben.