Sc magdeburg: wiegerts sorge nach pokal-fiasko – zwei titelchancen bleiben!

Das Pokalwochenende in Köln hat der Stabilität des SC Magdeburg spürbar gereizt. Nach dem enttäuschenden dritten Platz und dem Halbfinal-Debakel gegen den Bergischen HC äußerte Trainer Bennet Wiegert offen seine Besorgnis. „Habe ich Sorge? Natürlich“, gab er nach dem 31:35 gegen Lemgo Lippe zu.

Die demoralisierung nach köln

Der Champions-League-Sieger erlebte ein Wochenende, das in die Handballgeschichte als eine der größten Überraschungen eingehen wird. Das Siebenmeterwerfen gegen den vermeintlich chancenlosen Bergischen HC war ein Schock für Fans und Verantwortliche gleichermaßen. Die Niederlage im kleinen Finale gegen Lemgo Lippe verstärkte den Eindruck, dass die Magdenburger angeschlagen sind. „Wenn man so ein Wochenende spielt, dann zieht das nicht an einem vorbei. Das wird sich auch noch mehrere Wochen in mir ausleben“, so Wiegert.

Ein Sieg in diesem Spiel hätte zumindest einen Hauch von Erleichterung gebracht, doch das ist nun verpufft. Die enge Taktung des Spielbetriebs mag Wiegert als Vorteil sehen, ein schneller Weg zum Mund abwischen ist für ihn aber keine Option. „Einfach so Mund abwischen, das ist es nicht.“

Noch zwei chancen auf ruhm

Noch zwei chancen auf ruhm

Trotz der aktuellen Lage hat Magdeburg noch zwei Möglichkeiten, die Saison positiv zu beenden. In der Bundesliga führt das Team mit sieben Punkten Vorsprung vor Flensburg-Handewitt die Tabelle an. Die Meisterschaft ist also im Bereich des Möglichen. Am 29. April trifft der Titelverteidiger im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League auf Pick Szeged – eine schnelle Rückkehr nach Köln und die Chance, das prestigeträchtige Finale zu erreichen, sind das Ziel.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der SCM die mentale Schmach des Pokalwochenendes verdauen und seine Stabilität zurückgewinnen kann. Die Bundesliga-Spiele und das Champions-League-Viertelfinale bieten die Chance zur Wiedergutmachung und zur Demonstration von Charakterstärke. Es wird spannend, wie sich die Magdenburger aus dieser Situation befreien.