Rb salzburg: beichler räumt auf – mann fordert umbruch!

Die Stimmung am Red Bull Salzburg ist alles andere als rosig. Nach den deutlichen Worten von Sport-Geschäftsführer Marcus Mann hat nun auch Trainer Daniel Beichler eingeräumt, dass es dringend Veränderungen braucht. Der Titelverteidiger liegt in der Meistergruppe bereits vier Punkte hinter Sturm Graz und muss sich nun neu finden.

Die vergangenheit lastet schwer

Die vergangenheit lastet schwer

Mann hatte am Sonntag eine deutliche Ansage gemacht und kritisiert, dass man sich zu sehr an vergangenen Erfolgen orientiert. „Man hängt sehr an der Vergangenheit fest. In der Vergangenheit zu leben, bringt uns aber auch keine Punkte“, betonte der Deutsche. Diese Worte scheinen Beichler widergespiegelt zu haben, der sich nun ebenfalls zu Wort gemeldet hat. Er zeigte sich verständnisvoll gegenüber den Aussagen von Mann und betonte, dass man „anpacken“ müsse. Denn: „Es ist keine Option, alles so beizubehalten und darauf zu hoffen, dass irgendwas passiert.“

Das Problem liegt offenbar nicht nur in der mangelnden Flexibilität, sondern auch im Verlust der Dominanz im Spiel gegen den Ball. Früher war Salzburg bekannt für seine aggressive und effektive Defensivarbeit, doch mittlerweile sind auch andere Teams in der Lage, den Bullen das Spiel abzuluchsen. Beichler weiß, dass man hier dringend nachjustieren muss. „Wir müssen auch wieder Lösungen mit Ball finden. Wir haben schon noch ein Stück Arbeit vor uns.“

Ein weiterer Kritikpunkt von Mann betraf die fehlende Konstanz in der Mannschaft. Es fehlen „Anker“, Spieler, auf die man sich in schwierigen Situationen verlassen kann. Salzburg profitiert zwar traditionell von Spielerverkäufen, doch gleichzeitig muss die Qualität im Kader erhalten und sogar gesteigert werden. „Wir sind sicher an einem Punkt, wo man eher investieren muss als zu verkaufen.“

Beichler zeigte sich dennoch zuversichtlich und stärkte seinen Spielern vor dem Heimspiel gegen den LASK am Freitag den Rücken. „Mir als Trainer gefällt es brutal, mit diesen Jungs zu arbeiten und etwas zu entwickeln“, sagte er. Dennoch betonte er die Bedeutung von Leistung. „Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, vor allem im Fußball. Jeder hat die Möglichkeit, sich mit Leistung unverzichtbar für dieses Team zu machen.“ Die Diskrepanz zwischen Anspruch und gezeigter Leistung in den letzten zwei Jahren sei ein Fakt, den man adressieren müsse.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für Salzburg. Ob Beichler und Mann es schaffen, den Umbruch zu vollziehen und die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Zeit drängt und die Fans fordern Ergebnisse.