Rassismus im fußball: brasilien fordert harte strafen für vorfälle mit vinícius júnior
Neuer rassistischer vorfall betrifft vinícius júnior
Madrid, Spanien – Erneut steht der Fußball im Schatten rassistischer Vorfälle. Nach jüngsten Ereignissen, die den brasilianischen Starspieler Vinícius Júnior betrafen, fordert brasilien nun harte Sanktionen von der FIFA und der UEFA. Der Vorfall ereignete sich während des Champions-League-Playoff-Spiels zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid am 17. Februar, welches Real Madrid mit 1:0 gewann.

Der vorfall in lissabon
Vinícius Júnior erzielte das entscheidende Tor für Real Madrid. Während er mit seinen Mannschaftskameraden an der Eckfahne feierte, wurden ihm Gegenstände vom Publikum zugeworfen, was auf die Unzufriedenheit der portugiesischen Fans über das Gegentor hindeutete. Doch das war nicht alles: Berichten zufolge soll der argentinische Benfica-Spieler Gianluca Prestianini während des Rückwegs von Vinícius ins Zentrum des Spielfelds rassistische Beleidigungen gegen ihn geäußert und ihn als „Affe“ bezeichnet haben.

Reaktion des real madrid und der cbf
Der Real Madrid hat umgehend der UEFA alle verfügbaren Beweismittel im Zusammenhang mit dem Vorfall zukommen lassen. Daraufhin veröffentlichte auch der brasilianische Fußballverband (CBF) eine Erklärung, in der er eine Forderung nach Sanktionen gegen die Verantwortlichen der rassistischen Beleidigungen und die Einführung strengerer Regeln zur Bekämpfung solcher Vorfälle ankündigte. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bereits zuvor betont, dass solche Vorfälle inakzeptabel sind.

Forderung nach einer exemplarischen strafe
Der Präsident des brasilianischen Verbandes, Samir Xaud, schrieb in den an die UEFA und die FIFA gerichteten Schreiben: „Die CBF fordert eine gründliche Untersuchung, die zu einer exemplarischen Strafe führt. Die oberste Fußballbehörde Europas muss alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Verantwortlichen für rassistische Übergriffe zu identifizieren und zu bestrafen.“
Die haltung der cbf
Die CBF stimmt der zuvor von Infantino geäußerten Meinung zu: Der Fußball darf kein Schauplatz für Rassismus sein. In einer offiziellen Erklärung betonte der brasilianische Verband seine Solidarität mit Vinícius Júnior und verurteilte den Vorfall als ein Verbrechen. Es wurde hervorgehoben, dass Rassismus in keiner Form toleriert werden darf.
Offizielle stellungnahme der cbf
Die CBF veröffentlichte über ihre offiziellen Kanäle folgende Erklärung: „Der brasilianische Fußballverband (CBF) drückt seine Solidarität mit Vinícius Júnior aus, der am Dienstag erneut Opfer eines rassistischen Aktes wurde, nachdem er für Real Madrid gegen Benfica Lissabon getroffen hatte. Rassismus ist ein Verbrechen. Er ist inakzeptabel. Er darf weder im Fußball noch anderswo existieren. Vini, du bist nicht allein. Deine Handlung, das Protokoll zu aktivieren, ist ein Beispiel für Mut und Würde. Wir sind stolz auf dich. Wir werden weiterhin standhaft im Kampf gegen jede Form von Diskriminierung sein. Wir stehen an deiner Seite. Immer.“
Zusätzliche informationen
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von rassistischen Angriffen gegen Vinícius Júnior, die in den letzten Monaten für Schlagzeilen gesorgt haben. Die FIFA und die UEFA stehen unter Druck, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus im Fußball zu ergreifen. Die Diskussion über mögliche Strafen und Präventivmaßnahmen wird voraussichtlich in den kommenden Tagen weitergehen.
