Olympia-fieber in nrw: klare mehrheit für bewerbung!

Nordrhein-Westfalen hat gesprochen – und zwar eindeutig! Während in Köln noch die letzten Stimmzettel gezählt wurden, verkündete Ministerpräsident Hendrik Wüst am späten Sonntagabend mit Blick auf den erleuchteten Dom: Die Vision von Olympischen Spielen an Rhein und Ruhr findet breite Zustimmung. Ein historischer Rückhalt für eine mögliche deutsche Bewerbung steht aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland fest.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Die Auszählung der rund 1,4 Millionen abgegebenen Stimmen gestaltete sich mühsam, doch das Ergebnis ist unmissverständlich: Mehr als zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler in NRW befürworten eine Bewerbung Deutschlands für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. In einigen Kommunen erreichte die Zustimmung sogar über 70 Prozent – ein Ergebnis, das die bayerische Landeshauptstadt München in ihrer Oktober-Abstimmung in den Schatten stellt, wo es „nur“ 66,4 Prozent waren.

Besonders spannend verlief die Wahl in Köln, der größten Stadt NRWs. Hier dauerte es bis tief in die Nacht, bis feststand, dass auch die Domstadt mit 57,4 Prozent der Stimmen für eine Bewerbung votierte – das knappste Ergebnis aller teilnehmenden Städte, doch immerhin ein klarer Beweis für die Unterstützung der Kölner Bevölkerung.

Kölner trumpf: mehr als 14 millionen tickets

Kölner trumpf: mehr als 14 millionen tickets

Ministerpräsident Wüst betonte, dass NRW mit dem Potenzial, bis zu 14 Millionen Tickets anzubieten, einen entscheidenden Vorteil gegenüber München besitzt. Das ist eine Zahl, die in der Geschichte der Olympischen Spiele ihresgleichen sucht und die Chancen für Köln/Rhein-Ruhr bei der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September in Baden-Baden deutlich erhöht. Die Evaluierungskommission wird bei ihrer Empfehlung in der komplexen Matrix sicherlich die hohe Wahlbeteiligung und die damit verbundene Popularität der Bewerbung berücksichtigen.

Selbst die Absage aus Herten, wo die Mindestbeteiligung verfehlt wurde und Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen waren, konnte Wüst nicht aus dem Konzept bringen. „Es gibt schon eine ganze Menge Alternativen“, entgegnete der Ministerpräsident pragmatisch. Die Entscheidung des Dortmunder U37-Volksfests, die Bewerbung zu unterstützen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Enthusiasmus für Olympische Spiele in NRW groß ist.

Die klare Zustimmung aus Nordrhein-Westfalen unterstreicht, dass die deutsche Bewerbung nicht nur auf die Unterstützung Münchens zählen kann. Vielmehr ist es ein Signal, dass das Land als Ganzes hinter der Idee steht, Olympische Spiele in Deutschland auszurichten – und das mit einer Leidenschaft, die den internationalen Wettbewerb begeistern könnte. Die Weichen für eine erfolgreiche Bewerbung sind eindeutig gestellt.