Italien pocht nach wm-ticket: trump-deal platzt!
Rom – Die Hoffnung auf eine sensationelle Nachnominierung für die Fußball-WM in den USA ist für die italienische Nationalmannschaft geplatzt. Sportminister Andrea Abodi machte am Donnerstag deutlich, dass der vonseiten der USA ins Spiel gebrachte Plan, Italien anstelle des ausgeschlossenen Iran zu sehen, „keine Möglichkeit“ darstellt. Ein herber Schlag für die „Azzurri“, die sich in den Qualifikationsspielen blamiert haben.
Der deal, der nicht zustande kam: trumps einmischung
Hinter der überraschenden Idee steckt Paolo Zampolli, ein von Donald Trump entsandter Sonderbeauftigter. Laut einem Bericht des „Financial Times“ soll Zampolli bei einem Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino angeregt haben, Iran durch Italien zu ersetzen. Als Italiener sei es sein „Traum“, die Nationalmannschaft bei einem in den USA ausgetragenen WM-Turnier zu sehen. Vier WM-Titel, so argumentierte Zampolli, rechtfertigten die Aufnahme Italiens.
Doch Abodi schoss die Pläne umgehend nieder. „Das ist weder angemessen noch möglich“, erklärte er sichtlich irritiert bei einer Zeremonie im Quirinal-Palast. Die Forderung nach sportlicher Integrität und dem Erreichen der WM-Teilnahme auf dem Platz überwiegt für den Minister deutlich. Eine politische Einflussnahme auf die FIFA wäre ein schwerwiegender Eingriff in die Autonomie des Weltfußballverbands.

Regularien und irans reaktion
Die FIFA hat zwar grundsätzlich die Möglichkeit, bei Rücktritten von Teams einen Nachfolger zu bestimmen, doch die Umgehung des regulären Qualifikationsverfahrens würde massive Kritik hervorrufen. Auch Iran reagierte auf die Spekulationen um eine mögliche Exklusion empört. Der Verband forderte an, die anstehenden Gruppenspiele im Hinblick auf die Sicherheit der Spieler aus dem Gastland zu verlegen.
Die Episode wirft ein Schlaglicht auf die komplexen politischen Verhältnisse im internationalen Fußball und unterstreicht, dass sportliche Leistung und Fairness weiterhin die Grundlage für die Qualifikation zu einem Weltmeisterschaft sein müssen.
