Gladbach-spielverderber honorat flüstert abschied ins mikro – schröder lacht

Franck Honorat hat Borussia Mönchengladbach Samstagabend in Köln mit einem Traumpass zum 1:0 aufgerüttelt – und noch vor dem Abpfiff die nächste Bombe platzen lassen. „Wenn ein Verein aus Champions League oder Europa League kommt – warum nicht?“, sagt der Flügelspieler im Interview mit Foot Mercato. Die Antwort des Sportchefs Rouven Schröder kommt prompt, klingt aber wie ein Schulterzucken: „Ich finde das gar nicht schlimm.“

Der satz, der den sommer kocht

Honorats Vertrag läuft bis 2029, erst vor einem Jahr verlängerte er. Doch der französische Nationalspieler spielt offen mit dem Gedanken, die Borussia zu verlassen. „Es wäre ein Traum, in einem europäischen Wettbewerb zu spielen“, sagt er – und meint damit offensichtlich nicht die Conference League, für die Gladbach aktuell nur theoretisch qualifizierungsberechtigt ist. Die Botschaft ist klar: Ein konkretes Angebot aus dem europäischen Top-Segment würde er prüfen.

Die interne Reaktion ist ein Mix aus Lässigkeit und Kalkül. Schröder betont, man sei „froh, Franck zu haben“, und lobt dessen Leistung im Derby. Doch hinter den Kulissen wissen die Verantwortlichen: Mit Beginn der Saison 2026/27 wird Honorat 30 Jahre alt. Für einen Flügelspieler, dessen Hauptkapital Tempo ist, könnte der kommende Sommer die letzte Chance sein, eine dreistellige Millionensumme zu kassieren.

Reitz-abgang macht schlusslicht-angst zum déjà-vu

Reitz-abgang macht schlusslicht-angst zum déjà-vu

Dass Gladbach nach dem Abgang von Rocco Reitz zu RB Leipzig (Ablöse: rund 20 Millionen Euro) erneut einen Leistungsträger verlieren könnte, weckt schlechte Erinnerungen. Die Vorsaison begann mit dem Exodus von Marcus Thuram, Ramy Bensebaini und Manu Koné – und endete mit dem Abstiegskampf. Nun droht erneut ein Sommer, in dem Stars den Klub verlassen, ohne dass Ersatz in Sicht ist.

Honorats Zahlen sprechen eine klare Sprache: In 72 Bundesliga-Spielen erzielte er acht Tore, bereitete 26 vor. Das ist keine Weltklasse, aber Marktwert genug, um Interesse aus England, Spanien oder Italien zu wecken. Und genug, um Gladbach erneut in die Bredouille zu bringen: Verkaufen und Geld einnehmen – oder halten und riskieren, dass der Spieler im Alter weniger wert wird.

Die Entscheidung liegt nicht mehr allein bei Schröder. Honorat hat den Stein ins Rollen gebracht. Nun rollt er – und niemand weiß, wo er liegen bleibt.