Acab-post: soulé löscht story – polizeigewerkschaft fordert roma-einsatz
Matías Soulé hat es geschafft, binnen Minuten die Polizeigewerkschaft Siulp auf die Barrikaden zu treiben. Der Argentinier veröffentlichte auf Instagram einen Ausschnitt des Tracks „1312“ des Rappers Ince – und löschte ihn, als die Shitstorm-Welle bereits über ihm zusammenschlug. Der Grund: 1312 steht für ACAB, das weltweite Kürzel gegen Polizisten. Im Songtext heißt es unter anderem: „Wir haben nur eins gemeinsam – dass wir beide Drogen nehmen.“

Polizeigewerkschaft: „wir sind entsetzt“
Felice Romano, Generalsekretär des Siulp, schickte umgehend ein Pressefeuer: „Wir sind entsetzt. Tausende Kinder tragen sein Trikot und sehen ihn als Vorbild. Wenn der Klub das duldet, schickt er die falsche Botschaft.“ Die Gewerkschaft fordert ein klares Statement der Roma und „konkrete Konsequenzen“. Für Soulé kommt die Debatte ungünstig: Nach 40 Tagen Verletzungspause soll er gegen Inter wieder in die Startelf rücken.
Der 21-Jährige hatte sich mit Ince schon vor Monaten engagiert – nach einem Tor gegen Verona zeigte er dessen Boxer-Gruß. Die Songs des Rappers sind in Roms Kurven bekannt, aber selten offiziell vom Klub geduldet. Die Roma schweigt bislang, doch internen Quellen zufolge prüft die Geschäftsführung ein Aufklärungsgespräch. Soulé selbst ließ über Berater verlauten, man habe „nicht die volle Bedeutung des Tracks erkannt“. Die Löschung half kaum: Screenshots kursieren bereits auf Fanforen.
Der Vorfall wirft einen Schatten auf die Rückrunde. Trainer Claudio Ranieri muss nun nicht nur die taktische Formation gegen Inter justieren, sondern auch die Stimmung im Block retten. Die Curva Sud ist gespalten: Einige Ultra-Gruppen feiern Ince als „Stimme der Straße“, andere fordern Respekt vor dem Staat. Die Liga bietet keine Regel für „indirekte Beleidigung von Behörden“ – doch das Imageproblem ist real. Sponsor Riello und ein Jugend-Camp-Partner beobachten die Lage laut internen Rundschreiben „mit Sorge“.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Soulés Trikot war zuletzt der drittgrößte Verkaufsschlager im offiziellen Store. Sinkende Nachfrage nach dem Vorfall wäre ein finanzieller Schlag für die Roma, die gerade neue Kapitalgeber wirbt. Für Soulé geht es um mehr als drei Punkte gegen Inter – es geht um seine Glaubwürdigkeit vor 60 000 Fans und um die Frage, ob ein gelöschter Post eine Karriere kosten kann.
