Pokalfinale köln: spieler berichten von ungewöhnlichem spielfeld
Köln – Das Halbfinale des DHB-Pokals in der Lanxess Arena sorgte nicht nur für handballerische Höhepunkte, sondern auch für ungewöhnliche Eindrücke bezüglich des Spielfelds. Die mobile Glasfläche, eigens für das Final Four-Turnier installiert, offenbarte einige Überraschungen für die Spieler – von ungewöhnlicher Wärme bis hin zu einem veränderten Grip.
Ein warmer empfang für die athleten
Nils Lichtlein von den Füchsen Berlin, der mit seinem Team den TBV Lemgo Lippe knapp mit 39:36 bezwang, beschrieb die Eindrücke prägnant: „Ungewohnt, anfangs ein bisschen, ja rutschig ist übertrieben, aber in der ersten Aktion, in den Richtungswechseln doch ein bisschen komisch.“ Besonders auffällig, so Lichtlein, war die Temperatur des Untergrunds: „Ich weiß nicht, wieso, das fragst du den Falschen, aber er war warm.“ Ein Detail, das sich auch Fynn Hangstein vom Bergischen HC nicht entgehen ließ: „Ja, das hat man schon gemerkt.“

Grip und spektakel: die meinungen sind geteilt
Während Hangstein die ungewöhnliche Oberfläche positiv bewertete und hervorhob, dass sie „super“ sei und vor allem den Zuschauern ein tolles Erlebnis biete, äußerte sich Welthandballer Mathias Gidsel ähnlich begeistert. „Ich finde, das war super. Das war natürlich ein bisschen besonders, wie der erste Dreher war, wie die ersten paar Schritte waren. Und du hast Grip unter deinen Schuhen“, erklärte der dänische Welt- und Europameister. Er betonte, dass trotz der Umstellung das Spielerlebnis insgesamt „ein schönes Erlebnis“ war. Der Boden sei zwar „ein bisschen härter als normal“, aber „super für die Werbung, für Handball, super für die Fans“.

Logistisches meisterwerk für ein prestigeträchtiges wochenende
Die Handball-Bundesliga (HBL) hatte die mobile Glasfläche eigens für das Pokalwochenende installieren lassen. Für den Transport und Aufbau waren zahlreiche LKW-Ladungen erforderlich, ein logistisches Meisterwerk, das den Anspruch des Veranstalters unterstreicht. Am Sonntag treffen die Füchse Berlin im Finale auf den Bergischen HC. Es bleibt abzuwarten, ob die Spieler sich bis dahin vollständig an die ungewöhnlichen Bedingungen gewöhnt haben. Die Zuschauer dürfen jedoch auf ein weiteres handballerisches Spektakel hoffen – präsentiert auf einer Glasfläche, die für Gesprächsstoff gesorgt hat.
