Pogacars jagd nach dem strade-hattrick beginnt – 81-kilometer-solo droht toskana
Die weißen Staubwolken haben Tadej Pogacar schon zweimal in eine Legende verwandelt. Am Samstag, 14:25 Uhr, rollt der Slowene erneut über die knirschenden Schotterpisten bei den Strade Bianche – und die Konkurrenz weiß, was kommt: ein Angriff, der Grenzen sprengt.
Warum 64,1 km schotter pogacar nicht stoppen können
Die Strecke wurde entschärft, 18 km weniger Staub, 203 km Gesamtdistanz. Trotzdem wird niemand auf die Idee kommen, das Rennen sei leichter geworden. Die Reduktion gilt den Organisatoren, nicht dem Weltmeister. Pogacar schickt seine UAE-Armada nach vorn, spürt den Moment, und dann – 49 km vor Siena, vielleicht 70, vielleicht 81 – tritt er durch. Die Frage ist nicht, ob er wegkommt, sondern wie viele Sekunden er zum Schluss noch gönnt.
Tim Wellens fällt aus, sein treuer Leiblutscher. Pogacar zuckt mit den Schultern, er kennt Solos. Thomas Pidcock und Wout van Aert haben sich Wintertraining, Montagstests und Fan-Fights geleistet, nur um wieder dieselbe Ansage zu hören: Warten auf den Augenblick, in dem der Gelbe Blitz verschwindet.

Der plan dahinter: mailand-sanremo und roubaix sollen folgen
Strade Bianche ist nur die Einstimmung. Pogacar fehlen noch zwei Monumente, dann hat er alle fünf großen Klassiker gesammelt. Mailand-Sanremo, 21. März. Paris-Roubaix, 12. April. Wer glaubt, er würde sich mit einem Hattrick in der Toskana zufriedengeben, kennt ihn nicht. Die Sammlung soll komplett sein, bevor er im Juli seine fünfte Tour de France gewinnt – so lautet die interne Chronik.
Die Fans an den weißen Straßen werden wieder beten, dass das Handy akkugeladen ist, wenn der Slowene verschwindet. Die Bilder vom letzten Mal sind unvergessen: Staub, Sonne, ein Fahrer, sieben Verfolger, 81 km Alleinfahrt. Die 20. Auflage dürfte dieselbe Story schreiben, nur mit mehr Tempo und weniger Mitfahrern im Finale.
Wenn das Ziel in Siena erreicht ist, bleibt eine Zahl: drei Siege aus vier Starts. Die vierte Trophäe steht schon in den Startlöchern – und mit ihr die Gewissheit, dass der Frühling 2026 wieder gelb wird.
