Pogacar triumphiert in lüttich – seixas' aufstieg verpufft!
Ein chaotischer Start und eine dramatische Wendung am Anstieg: Tadej Pogacar hat beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich zum dritten Mal in Folge einen souveränen Sieg errungen. Der junge Franzose Paul Seixas kam dem Slowenen zwar gefährlich nahe, doch am Ende reichte es nicht, um Pogacars Dominanz zu brechen. Das Rennen bot eine Achterbahnfahrt der Emotionen, geprägt von Stürzen, taktischen Schachzügen und einem packenden Finale.
Ein furioser beginn: massensturz und frühe attacke
Das Rennen begann mit einem Paukenschlag. Bereits wenige Kilometer nach dem Start kam es zu einem spektakulären Massensturz, der eine große Gruppe von Fahrern in Mitleidenschaft zog. Eine Spitzengruppe von rund 50 Fahrern setzte sich ab, darunter einige der Top-Favoriten. Bemerkenswert war, dass Tadej Pogacar und Paul Seixas zunächst fehlten, während Remco Evenepoel vorn mitmischte. Die Teams, die keine Kandidaten in der Spitzengruppe hatten, begannen, die entstandenen Rückstände wieder aufzuholen, was zu einer dynamischen Entwicklung im Rennen führte.

Neutralisierung und pogacars kontrolle
Rund 80 Kilometer vor dem Ziel wurde das Rennen neutralisiert, wodurch sich die Favoritengruppe wieder zusammenfand. Sofort übernahm Pogacars UAE-Team die Kontrolle und setzte das Tempo vor. Die Spannung im Peloton stieg spürbar, als jeder Fahrer versuchte, sich in den vorderen Reihen zu positionieren. Pogacars Teamarbeit war beeindruckend, mit mehreren Helfern, die das Tempo diktierten und ihre Kapitänsrolle effektiv unterstützten.

Der entscheidende angriff und seixas' verzicht
40 Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem entscheidenden Moment: Pogacar attackierte und nur Paul Seixas konnte dem Slowenen zunächst folgen. Doch 14 Kilometer vor dem Ziel musste der junge Franzose reißen lassen. Pogacar nutzte die Gelegenheit und fuhr seinem dritten Sieg in Serie und dem vierten Gesamtsieg beim prestigeträchtigen Klassiker entgegen. Der Auftritt von Seixas war vielversprechend, doch am Ende fehlte ihm die Kraft, mit Pogacar Schritt zu halten.
Evenepoel im schatten und ein sieg für munoz
Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel wurde im Verlauf des Rennens abgehängt und sicherte sich den dritten Platz mit einem Rückstand von 1 Minute und 18 Sekunden. Pogacar widmete seinen Sieg dem verstorbenen ehemaligen Teamkollegen Cristian Munoz, der am Freitag bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. „Heute ist wirklich viel passiert, aber wir haben es unter Kontrolle gehalten“, kommentierte Pogacar im Ziel den turbulenten Tag.
