Pogacar plantiert schweizer erfolgsbasis: tour de suisse als schlüssel zum frankreich-triumph?
Tadej Pogacar, der slowenische Superstar des Radsports, hat nach seinem dominanten Sieg bei der Tour de Romandie einen klaren Plan für die Vorbereitung auf die Tour de France 2026. Statt sich direkt in den Kampf um das Rosa Trikot beim Giro d’Italia zu stürzen, wählt der Titelverteidiger einen ungewöhnlichen Weg: Er wird erstmals in seiner Karriere an der Tour de Suisse teilnehmen – und das mit einem ambitionierten Ziel.

Pogacars schweizer gambit: ein testlauf vor dem frankreich-finale
Während Jonas Vingegaard seine Kräfte beim Giro d’Italia misst, nutzt Pogacar die Chance, sich in der Schweiz zu beweisen. Ein „Schweizer Doppelpack“ – der Sieg sowohl bei der Romandie-Rundfahrt als auch bei der Tour de Suisse – wäre ein klares Signal an die Konkurrenz und ein starkes Fundament für den erneuten Angriff auf den Tour-Sieg. Doch es geht um mehr als nur Prestige. Die anspruchsvolle Topographie der Tour de Suisse bietet eine ideale Möglichkeit, die Form in allen Belangen zu optimieren.
Die Strecke verspricht keine ruhigen Momente. Bereits der Auftakt in Sondrio im Stil der Lombardei-Rundfahrt wird die Fahrer vor eine Herausforderung stellen. Die zweite Etappe am Lago Maggiore könnte ein Fest für die Puncheure werden, während das Einzelzeitfahren am vierten Tag die Zeitfahrekunst der Kontrahenten auf die Probe stellen wird. Der krönende Abschluss ist die Königsetappe in Villars-sur-Ollon mit satten 4.200 Höhenmetern – ein Vorgeschmack auf die alpinen Herausforderungen, die auf der Tour de France warten.
Pogacar trifft auf eine schlagkräftige Konkurrenz: Neben Tom Pidcock und Matteo Jorgenson wird auch Lenny Martinez zu den Herausforderern gehören. Remco Evenepoel wird sich bis zur Tour de France schonen, während sein deutscher Teamkollege Florian Lipowitz weiterhin Wettkampfpraxis sammelt und nach seinen jüngsten Erfolgen selbstbewusst in die Saison blickt. Ein kurzes Treffen mit Isaac Del Toro im Elsass deutet darauf hin, dass Pogacar bereits die Weichen für den Teamgedanken auf der Tour de France stellt.
Die Tour de Suisse ist für Pogacar mehr als nur ein Rennen. Es ist eine strategische Entscheidung, um seine Form zu verfeinern, seine Taktik zu schärfen und die Stärken seines Teams zu testen. Die anspruchsvollen Etappen und die starke Konkurrenz werden ihm dabei helfen, sich optimal auf den ultimativen Kampf um den Gelben Trikot vorzubereiten. Ob Pogacars Plan aufgeht, wird sich zeigen – eines ist jedoch sicher: Die Tour de Suisse verspricht ein spannungsgeladenes Rennen mit einem Titelverteidiger in Topform.
