Pogacar dominiert tour de suisse: favorit für frankreich-rundfahrt?
Tadej Pogacar hat bei der Tour de Suisse ein Ausrufezeichen gesetzt. Der slowenische Ausnahmeathlet nicht nur gewann die prestigeträchtige Königsetappe, sondern sicherte sich auch die Gesamtführung mit einem Vorsprung, der seit Jahrzehnten unerreicht ist. Damit untermauert er seinen Status als Top-Favorit für die kommende Tour de France und lässt die Konkurrenz sprachlos zurück.
Ein vorsprung, der beeindruckt
Die Dominanz Pogacars in der Schweiz ist kaum zu übertreffen. Mit 6:32 Minuten Vorsprung auf Richard Carapaz demonstrierte er eine Stärke, die an die legendären Leistungen von Hennes Junkermann erinnert – ein Vergleich, der seinesgleichen sucht. Pogacar, der erstmals an der Tour de Suisse teilnahm, zeigte von Anfang an seine Ambitionen und gewann bereits am Samstag das Einzelzeitfahren. Zuvor hatte er auf der Auftaktetappe ein bemerkenswertes Solo über 70 Kilometer hingelegt, das er mit über zwei Minuten Vorsprung beendete.
Die dreifache Überquerung des Col de la Croix war der perfekte Schauplatz für Pogacars Triumph. Lange hatte er sich zurückgehalten, doch auf dem letzten Anstieg schaltete er eine Gangstufe höher und holte die verbliebenen Ausreißer des Tages ein. Die Art und Weise, wie er seine Gegner bezwang, war schlichtweg beeindruckend und unterstreicht seine außergewöhnliche Klasse. Seine 13 Siege aus 18 Rennen in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprache.

Die konkurrenz bleibt hinter den erwartungen zurück
Während Pogacar in einer eigenen Liga spielte, kämpften die anderen Fahrer um die hinteren Plätze. Lenny Martinez, der Zweitplatzierte der Königsetappe, konnte dem slowenischen Weltmeister nicht folgen. Die anderen Top-Anwärter für die Tour de France konnten ebenfalls nicht mithalten und müssen sich nun fragen, wie sie Pogacars Überlegenheit neutralisieren wollen. Die Frage ist nicht, ob Pogacar die Tour de France gewinnen wird, sondern wie deutlich er sie gewinnen wird.
Die Tour de France beginnt am 4. Juni in Barcelona. Ob Pogacar seine beeindruckende Form aus der Tour de Suisse mitnehmen kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Er ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Die Welt des Radsports hält den Atem an.
