Pogacar dominiert: slovenerische machtdemonstration in sondrio!
Tadej Pogacar hat erneut bewiesen, dass er derzeit der unumstrittene König des Radsports ist. Der slowenische Superstar entschied die Auftaktetappe der Tour de Suisse mit einem beeindruckenden Sololauf für sich und schickte eine deutliche Botschaft an seine Konkurrenten vor dem bevorstehenden Tour de France.

Ein ausreißer, der die konkurrenz alt aussehen lässt
Was zunächst als taktische Bewegung gewertet wurde, entwickelte sich im Laufe des Tages zu einer Demonstration schierer Überlegenheit. Pogacar griff bereits 70 Kilometer vor dem Ziel an und ließ die Verfolgergruppe weit hinter sich. Die Strecke von Sondrio zurück nach Sondrio, gespickt mit zahlreichen, explosiven Anstiegen, schien dem jungen Slowenen nach Maß geschneidert.
Richard Carapaz aus Ecuador und Andrea Bagioli, der vor heimischem Publikum startete, kämpften zwar um die Plätze, doch Pogacar fuhr ein Tempo, das für die anderen unerreichbar war. Er überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von über zwei Minuten – eine Aussage, die im internationalen Radsport für Gesprächsstoff sorgt. Die Fans feierten Pogacar wie einen Rockstar, verglichen mit seiner Performance nach dem Gewinn der Etappe.
Die Saisonbilanz von Pogacar liest sich wie aus einem Lehrbuch: Zehn Siege in dieser Saison, insgesamt 118 als Profi. Und nun scheint auch die Gesamtklassement der Tour de Suisse in greifbarer Nähe. Die Etappe nach Locarno morgen wird zwar eine neue Herausforderung darstellen, doch angesichts der heutigen Vorstellung ist es schwer vorstellbar, dass jemand Pogacar ernsthaft gefährden kann.
Die bevorstehende Tour de France, die am 4. Juli in Barcelona beginnt, wird zweifellos im Zeichen von Tadej Pogacar stehen. Jonas Vingegaard, der am Giro d'Italia triumphierte, mag ein ernstzunehmender Gegner sein, doch Pogacar hat heute demonstriert, dass er eine Klasse für sich ist. Die Frage ist nicht, ob er gewinnen wird, sondern wie deutlich er seine Konkurrenten schlagen wird.
