Podolski lobt dfb-team – el mala-debatte offen!
Die deutsche Nationalmannschaft hat die WM 2026 mit einem deutlichen Sieg gegen Curacao eröffnet – und Lukas Podolski schwärmt von den Chancen des Teams. Doch auch die Frage nach Said El Mala sorgt für Gesprächsstoff. Ex-Weltmeister Podolski spricht im Exklusiv-Interview mit Sport1 Klartext.
Der start als grundstein für den wm-erfolg
Ein Auftaktmatch wie gegen Curacao, mit einem 7:1, ist Gold wert. So brachte es auch Lukas Podolski, der am Rande der „Lego Arena Show“ in München zu Gast war. „Ein gelungener Auftakt ist enorm wichtig. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zu meiner Zeit ein WM-Auftaktspiel verloren hätten“, so der Weltmeister von 2014. Die Lockerheit, das Selbstvertrauen und das gute Gefühl, das ein solcher Sieg mit sich bringt, sind unbezahlbar. Man hat das Gefühl, im Turnier angekommen zu sein – und ein anderes Ergebnis wäre eine Enttäuschung gewesen.

Deutschland unter den top-favoriten?
Die Experten sehen Deutschland vielleicht nicht unter den ganz großen Favoriten, und das ist verständlich. Die vergangenen Turniere haben Spuren hinterlassen. Aber der Anspruch muss trotzdem sein, bis zum Ende dabei zu bleiben. Portugal, Spanien, Frankreich – da gibt es starke Konkurrenz. Und wer könnte uns in den K.o.-Spielen noch überraschen? Marokko hat gegen Brasilien gezeigt, was möglich ist. Man sollte sich vor allem auf sich selbst konzentrieren und das eigene Team einschätzen. Es ist nie so, dass man ein Turnier wegen einer einzigen Sache gewinnt. Da kommen viele Dinge zusammen.

Die el mala-frage: eine unglückliche kommunikation
Die Nicht-Nominierung von Said El Mala sorgt weiterhin für Diskussionen, und Podolski zeigt Verständnis: „Ich finde schon, dass er eine Nominierung verdient gehabt hätte – eigentlich sogar schon früher.“ Warum der Bundestrainer ihn nicht berücksichtigt hat, ist unklar. Vielleicht passt er nicht ins System, vielleicht sieht der Trainer ihn nicht in der gewünschten Rolle. Aber die Kommunikation um die Entscheidung war unglücklich. Man hätte El Mala auch eine Perspektive bieten können: „Bleib beim FC, halte dich fit, arbeite nach einem individuellen Plan weiter und sei bereit, falls etwas passiert.“ In einem Turnier kann sich die Situation jederzeit ändern.
Teamgeist und zusammenhalt: die schlüssel zum erfolg
Podolski erinnert sich an die WM 2014: „Damals haben viele bei Algerien gedacht, wir wären schon fast eine Runde weiter. Am Ende haben wir uns richtig gequält und sind mit ein bisschen Dusel weitergekommen.“ Es kommt nicht darauf an, wer der Gegner ist oder ob man Erster oder Zweiter in der Gruppe wird. Entscheidend sind der Teamgeist, der Zusammenhalt, der Humor und die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Wir waren eine echte Einheit – und das gilt für das gesamte Team dahinter. Diese Mischung macht den Unterschied.
Das nächste Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag wird zeigen, ob diese Faktoren greifen. Die deutsche Mannschaft hat die Chance, mit einem weiteren Sieg die Vorrunde zu dominieren – und damit ein klares Signal an die Konkurrenz zu senden. Es ist noch ein weiter Weg, aber der Start war vielversprechend.
