Olise entscheidet sich für frankreich: vom bayern-star, der england absagte!
Ein Wechsel, der für Aufsehen sorgt: Michael Olise, der neue Shootingstar des FC Bayern, hat sich für Frankreich entschieden – und das trotz intensiver Bemühungen Englands, Nigerias und Algeriens. Der 24-Jährige wird bereits im ersten WM-Spiel gegen Senegal von Beginn an stürmen. Eine Entscheidung, die nicht selbstverständlich war, wie ein Blick auf seine Vergangenheit zeigt.
Die three lions waren heiß auf den flügelstürmer
Schon früh im Jahr 2019 zeigte sich das Interesse Englands. Paul Simpson, damals Trainer der englischen U20-Nationalmannschaft, erkannte das Potenzial des jungen Olise, der zu diesem Zeitpunkt sein Profidebüt beim FC Reading gegeben hatte. Er beauftragte Mark Bowen, den damaligen Reading-Coach, ihn zu kontaktieren und ihm die Chance auf ein U20-Länderspiel anzubieten. Bowen erinnert sich: „Ich traf mich sofort mit Michael und sagte ihm, dass Paul Simpson ihn nominieren will und dass dies eine einmalige Gelegenheit für ihn sei.“
Doch Olise’ Antwort kam unerwartet: „Nein, ich bin nicht interessiert, ich will für Frankreich spielen.“ Ein klares und unmissverständliches Nein, das die Diskussion abrupt beendete. Seine Mutter, die ihn konsequent Französisch sprechen ließ und ihm die französische Kultur nahebrachte, scheint maßgeblich an dieser Entscheidung beteiligt gewesen zu sein.

Auch nigeria und algerien waren im rennen
Neben England buhlten auch Nigeria und Algerien um die Gunst des talentierten Flügelstürmers. Gernot Rohr, der damalige Trainer Nigerias, sprach 2021 mit Olise, beeindruckt von seiner Schnelligkeit, seinem Abschluss und seinem starken linken Fuß. Doch auch diese Bemühungen waren vergeblich. Selbst Gareth Southgate, der Cheftrainer Englands, versuchte kurz vor der EM 2024 nochmals, Olise zu überzeugen, scheiterte jedoch an dessen festem Willen.
Die Olympischen Spiele 2024 als Sprungbrett
Statt eines großen EM-Turniers mit England stand für Olise im Sommer 2024 das olympische Fußballturnier an. Dort brillierte er im Trikot Frankreichs und führte sein Team bis ins Finale, in dem man erst Spanien unterlag. Thierry Henry, der damalige Trainer des französischen Teams, lobte ihn überschwänglich: „Er hätte bei der EM mit England spielen können, doch er entschied sich, bei den Olympischen Spielen für Frankreich anzutreten. Dafür habe ich enormen Respekt.“
Nun steht für Olise die WM an – sein erstes großes internationales Turnier. Mit seiner außergewöhnlichen Technik und seinem Tempo könnte er ein entscheidender Faktor für den französischen Erfolg werden. Die WM bietet ihm die Chance, seine Klasse auf der Weltbühne zu zeigen und den französischen Angriff zu verstärken. Die hochkarätig besetzte Offensive um Mbappé und Dembelé profitiert von seinem Können.
Die Entscheidung für Frankreich war nicht nur eine Frage des Herzens, sondern auch eine strategische Weichenstellung für seine Karriere. Mit Frankreich hat Olise nun die Chance, zu den besten Spielern der Welt zu gehören und seine beeindruckenden Fähigkeiten im Rampenlicht zu präsentieren. Ein Spieler, der seinen eigenen Weg geht – und dabei seine Träume verwirklicht.
