Podolski beendet karriere: „manchmal kann man einfach nicht mehr“
Lukas Podolski, eine Ikone des deutschen Fußballs, hat überraschend seinen Rücktritt vom Profisport bekannt gegeben. Mit 41 Jahren hängt der frühere Nationalspieler seine Schuhe an den Nagel – eine Entscheidung, die ihn selbst sichtlich mitnimmt, wie seine Frau Monika in einer neuen Netflix-Doku enthüllt.
Der abschied – ein schwerer schritt
Es ist kein Karriereende aufgrund von Verletzungen oder körperlichen Problemen, wie Podolski betont. „Manchmal ist es so, dass du einfach nicht mehr kannst“, erklärt er. Doch es ist mehr als nur eine müde Schulter. Die Zeiten ändern sich, die Prioritäten verschieben sich. Neben seiner Rolle bei Górnik Zabrze, in die er zunehmend investiert, fordern Familie und diverse Geschäftsinteressen seine Zeit und Aufmerksamkeit. Ein weiteres Jahr auf dem Platz hätte bedeutet, diese Aspekte zu vernachlässigen – etwas, das Podolski bewusst ablehnt.
„Ich bin mit meinem Klub Pokalsieger geworden, wir haben die Qualifikation zur Champions-League-Qualifikation erreicht. Da sagt man: Okay, da kann jetzt auch nicht mehr kommen“, so Podolski. Ein starkes Statement, das zeigt, dass er seine Entscheidung nicht übereilt getroffen hat. Er verlässt den Platz im Glanz, statt sich einem Abstiegskampf stellen zu müssen.

Górnik zabrze: mehr als nur ein verein
Podolski ist nicht nur Spieler, sondern auch Investor bei Górnik Zabrze. Er hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, den Verein wieder ins Rampenlicht zu rücken. „Ich glaube nicht, dass viele vor meinem Wechsel vor fünf Jahren an Górnik Zabrze interessiert waren“, erinnert er sich. Der Übergang vom aktiven Spieler zum Entscheidungsträger im Hintergrund ist nun vollzogen.
Ein Comeback in der Bundesliga? Die Frage, ob Podolski sich eine Aufgabe in der Bundesliga vorstellen kann, wird natürlich aufgeworfen. Seine Antwort ist eindeutig: „Da gibt es für mich ja nur einen Verein – den 1. FC Köln.“ Eine klare Liebeserklärung an seinen Herzensklub, bei dem er bereits in der Vergangenheit versucht hat, seine Expertise einzubringen. Er hat Logen verkauft, Sponsoren gewonnen, Transfers ermöglicht und den Verein in vielerlei Hinsicht vorangebracht.

Saïd el mala: ein neuer star am geißbockheim-himmel?
Der junge Saïd El Mala begeistert die Kölner Fans. Podolski sieht Parallelen zu seinen eigenen Anfängen, warnt aber vor zu großen Erwartungen: „Ja, aber es wird keinen zweiten Poldi mehr geben.“ Vielmehr rät er, sich auf das Konzentrieren, warum der talentierte Nachwuchsspieler bei der WM fehlte. „Er spielt eine geile Saison. Daher ist es schade, dass er nicht bei diesem Turnier dabei ist.“
Der geplatzte Wechsel zu Brentford in die Premier League ist für Podolski kein Beinbruch. „Meiner Meinung nach war es eh nicht der passende Verein für ihn.“ Arsenal könnte in der Zukunft eine Option sein, doch Podolski betont, dass El Mala die richtige Entscheidung für sich treffen muss. „Er muss die Premier League fühlen, er muss bereit sein, auch vom Kopf her.“
Der FC Köln könnte durch den Verkauf von El Mala bis zu 50 Millionen Pfund einnehmen – ein beträchtlicher Betrag, der es dem Verein ermöglichen würde, in neue Spieler oder die Infrastruktur zu investieren. Die Entscheidung ist gefallen, ein neues Kapitel beginnt. Lukas Podolski verabschiedet sich vom aktiven Fußball, hinterlässt aber eine beeindruckende Spur und ein reiches Erbe.
