Play-off-poker in der champions league: veszprém vs. paris eröffnet den kampf um berlin

Vier Klubs dürfen schon mal durchatmen, acht andere zittern noch. Am 1. April beginnt die heiße Phase der Handball-Champions-League, und wer jetzt taktisch oder konditionell schlafen lässt, fliegt raus. Das Programm steht: Szeged und Kielce haben nur 144 Stunden Erholung zwischen Hin- und Rückspiel, Veszprém trifft auf Paris St. Germain – ein Duell, das schon vor dem Viertelfinale die Pulle sprengt.

Die Füchse Berlin, Aalborg Handbold, FC Barcelona und SC Magdeburg haben sich in der Gruppenphase bereits freigekauft. Für sie geht es ab dem Viertelfinale um die Final-Four-Tickets. Doch zuvor müssen die Verfolger noch einmal Vollgas geben. Die Regel: Wer auf den Rängen drei bis sechs landete, spielt im Achtelfinale-Modus über zwei Spiele. Kleinster Vorteil: Das Heimrecht im Rückspiel.

Veszprém gegen paris – das topspiel mit berlin-perspektive

MKB Veszprém empfängt am 1. April um 18:45 Uhr Paris Saint-Germain. Ein Jahr nach dem dramatischen Halbfinale in Köln, das die Franzosen mit 34:31 gewannen, haben die Ungarn Revanche im Sinn. Die Tagesform dürfte entscheiden: Veszprém liefert sich mit Mikita Vailupau und Rasmus Lauge ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Torjägerkrone, während PSG auf Nedim Remili und Kamil Syprzak setzt. Das Rückspiel folgt am 9. April in der Halle von Saint-Quentin-en-Yvelines. Sieger? Trifft auf Berlin.

Gog und nantes – offensive gegen abwehrbeton

Gog und nantes – offensive gegen abwehrbeton

GOG Svendborg spielt sich seit Wochen in einen Rausch: 35 Tore gegen Zagreb, 33 gegen Kielce. Trainer Nicolas Clausen lässt seine Mittelblocker früh stören, um Konter zu erzwingen. Gegen HBC Nantes wartet nun der Gegenentwurf: Defensivchef Alberto Entrerríos hat seine 6-0-Deckung auf 53 % Erfolg getrimmt. Hinspiel am 1. April (20:45 Uhr) in der Daishallen, Rückspiel am 8. April in der Halle XXL Nantes. Gewinner bekommt Barça – ein Los, das sich niemand wünscht.

Szeged und kielce – kurzstreckenlauf mit magdeburg-ziel

Szeged und kielce – kurzstreckenlauf mit magdeburg-ziel

Sechs Tage. Mehr Pause gönnen die Terminplaner Pick Szeged und KS Vive Kielce nicht. Am 2. April (18:45 Uhr) empfangen die Ungarn die Polen, am 8. April (20:45 Uhr) rollt umgekehrt der Ball in der Krajowa Hali. Szegeds Luka Cindric steht nach Adduktorenproblemen wieder zur Verfügung, bei Kielce fehlt Aleks Dujshebaev gelbgesperrt. Wer hier als Erster die 60-Minuten-Marke knackt, spart kostbare Regenerationszeit – denn im Viertelfinale wartet SC Magdeburg, das mit 28 Siegen aus den letzten 30 Pflichtspielen die Form der Saison zeigt.

Lissabon und plock – underdog-finale gegen aalborg

Lissabon und plock – underdog-finale gegen aalborg

Sporting CP empfängt am 2. April (20:45 Uhr) Orlen Wisla Plock. Die Portugiesen haben in der Gruppenphase nur eins ihrer letzten sieben Heimspiele verloren, die Polen holten auswärts 50 % ihrer Punkte. Entscheidend: Salvador Salvador traf in acht der letzten zehn Partien mindestens acht Mal. Klappt die Torgefahr auch gegen Plocks tiefstehende 5-1-Variante, winkt das Viertelfinale gegen Aalborg Handbold, das sich dieses Jahr vor allem durch Tempo und Tempo plus auszeichnen will.

Die K.o.-Runde ist ein Miniturnier innerhalb der Saison. Sieben Tage, vier Plätze, unzählige Geschichten. Für die Spieler geht es nicht nur um Medaillen, sondern um Verträge, Sponsoren, Legendenstatus. Für Fans bedeutet es: Wer am 9. April noch dabei ist, darf von Köln träumen. Wer verliert, packt die Koffer und beginnt die Planung für die nächste Saison. Handball in Reinkultur – und kein Entkommen.