Playoff-blitz in bayern: münchen und ingolstadt liefern sich eishockey-kracher

Die Scheibe fliegt, die Stimmung kocht. Drei bayerische Klubs starten heute in die DEL-Playoffs – und gleich zwei rammen sich im Viertelfinale gegenseitig gegen die Bande. EHC München gegen ERC Ingolstadt, Best-of-Seven, erster Drop am Dienstag um 19 Uhr. Wer hier zuerst vier Mal jubelt, schickt den Nachbarn in den Urlaub.

Duell der superlative

Patrick Hager, 1.000 DEL-Einsätze auf dem Buckel, führt die Münchner ins Feuer. Ohne Nationalkeeper Mathias Niederberger, dafür mit einem Antoine Bibeau, der in der Hauptrunde 92,1 % Fangquote hinlegte. Gegenüber: Riley Barber, Liga-Torjäger mit 32 Treffern, schneller First-Shot, gefährlich hinter dem Tor. Die Bilanz? 1-3 in dieser Saison – aber das zählt jetzt nichts mehr.

Die Ingolstädter setzen auf Tempo, viel Puckbesitz und die Erfahrung von Daniel Pietta, der mit 39 Jahren immer noch Eiszeit spielt. München antwortet mit Chris DeSousa, frisch zurück aus North American Duty, und dem 19-jährigen Albert Smits, dem neuen Welt-Talent. Die Series wird entschieden an der blauen Linie und im Bully.

Straubing zockt gegen den meister

Straubing zockt gegen den meister

Parallel peitschen die Straubing Tigers den amtierenden Champion Eisbären Berlin. 101 Punkte lautet der neue Vereinsrekord – und die Analyse ist gnadenlos: Die Tigers erlauben weniger Schüsse als jede andere Mannschaft außer Köln, schießen selbst aber am meisten. Craig Woodcrofts System funktioniert wie Uhrwerk. Berlin reist mit fünf Siegen im Gepäck, aber ohne einige Leistungsträger. Die letzten beiden Playoff-Duelle gewannen die Eisbären – diesmal riecht es nach Revanche.

Die Kölner Haie warten bereits im Halbfinale. 116 Punkte, 13 Vorsprung, Top-Favorit. Doch wer jetzt denkt, die Serie sei gelaufen, vergisst: Playoffs bedeuten Null-Komma-null Toleranz. Ein schlechter Abwehrschal, ein Penalty, ein heißer Torhüter – und der Favorit fliegt.

Bayern liefert das Drama. München will zurück auf den Thron, Ingolstadt sucht den großen Coup, Straubing träumt vom ersten Meister-Trip seit Gründung. Die Scheibe liegt bereit, die Arenen platzen. In zwei Wochen wissen wir, ob einer der Drei den Kölner Dampfer stoppen kann – oder ob die Haie weiter durchrauschen. Fakt ist: Bayern wird laut, eisig und unberechenbar.