Pistons zwingen magic in die knie – wagners offensive erlahmt

Die Orlando Magic erwischten einen Kater nach dem ersten Playoff-Sieg: In Detroit verloren sie 83:98 und verspielten die Serie-Führung schon 48 Stunden nach dem euphorischen Auftaktsieg. Für Franz Wagner war es ein Nachmittag zum Vergessen – nur 12 Punkte, dazu vier Ballverluste und ein Plus/Minus von minus 18.

Die pistons drehen den energie-schalter

Noch zur Pause stand es 46:46, dann zog Detroit mit einer 14:0-Run nach dem Seitenwechsel davon. Die Hausherren schalteten zwei Gänge höher, pressten die Magic bis in die Viersekundenzone und zwangen Orlando zu 18 Turnovern. „Wir haben die gleichen Würfe wie in Spiel eins bekommen, plötzlich fielen sie nicht mehr“, sagte Jalen Suggs, der mit 19 Punkten bester Magic-Schütze blieb. Die 83 Zähler bedeuten die niedrigste Ausbeute der Saison – ein Minusrekord, der wehtut.

Detroit wiederum profitierte von der zweiten Garde: Alec Burks und Jaden Ivey kombinierten für 37 Punkter aus der Bank, verwandelten fast jeden offenen Dreier und sorgten dafür, dass die Pistons nie mehr unter Druck gerieten. Cade Cunningham steuerte zwar „nur“ 22 Punkte bei, aber seine 12 Assists rissen Orlandos Defense-Konzept entzwei.

Wagner-quartett bleibt blass

Wagner-quartett bleibt blass

Franz Wagner fand kein Mittel gegen den doppelten Team-Switch, den Pistons-Coach JB Bickerstaff immer wieder anordnete. Sobald der 22-Jährige den Ball im Post erhielt, stürmte Isaiah Stewart von der Schwachen und Cunningham von der Peripherie heran. Resultat: 5/14 Feldwürfe, keine Freiwürfe. Auch Tristan da Silva (3 Punkte) blieb in 13 Minuten unsichtbar, Moritz Wagner kam sogar ohne Punkt aus – sein zweiter Scoreless-Abend in Folge. Die deutschsprachige Magic-Connection summierte sich auf magere 15 Punkte bei gemeinsam 6/20 FG.

Coach Jamahl Mosley versuchte es mit kleineren Line-ups, stellte aber fest: „Wenn die Dreier nicht fallen, fehlt uns derzeit ein Plan B in der Zone.“ Die Statistik lügt nicht: 7/33 von jenseits der Linie, 38 % True Shooting – Zahlen, die in der Playoffs nicht reichen.

Jetzt wird es laut in orlando

Mit 1:1 geht die Serie in die Amway Arena, wo die Magic in dieser Saison 29-12 standen. Spiel drei ist am Samstag (19.00 Uhr/Sky), und die Halle dürfe kochen. „Wir haben Detroit gezeigt, dass wir sie schlagen können, aber wir müssen jetzt antworten – mit Intensität, mit Körper, mit getroffenen Würfen“, forderte Suggs. Für Wagner heißt es: Aus der Mitteldistanz raus, schneller treiben, bevor der Double kommt. Sonst droht er, zur tragischen Figur der Serie zu werden.

Die Pistons haben ihr Heimrecht verteidigt, aber sie wissen: Ein Sieg in Florida wird schwerer. „Wir haben die Magic gerade da getroffen, wo es weh tut – im Selbstvertrauen“, sagte Cunningham. Noch drei Siege trennen die Hauptrunden-Ersten vom Conference-Halbfinale. Für Orlando gilt: Jetzt reagieren oder früh in den Urlaub fahren.