Pistons räumen orlando weg: 1:3-beinaus gegen 4:3-kracher – cunningham liefert das meisterstück
Detroit wusste, dass nur ein Sieg zählt. Was folgte, war kein Basketballspiel, sondern eine Demonstration. Die Pistons fuhren die Magic mit 116:94 über den Rasen, drehten eine 1:3-Serie in 4:3 und feiern ihren ersten Play-off-Aufstieg seit 16 Jahren.
Die Little Caesars Arena bebte, als Cade Cunningham den Ball in der 36. Minute zum 83:64 versenkte. Die Aktion war symptomatisch: ruhig, durchdacht, unerbittlich. 32 Punkte, zwölf Assists, nur zwei Ballverluste – Zahlen, die seine Ansprüche auf den Status eines Top-Five-Players untermauern.
Tobias harris entfacht den run, orlando erstickt an eigenen fehlern
Harris schnappte sich den zweiten Viertel komplett: 17 Punkte in zwölf Minuten, ein 18:4-Run, die Magic begannen zu zittern. Die Folge: 13 Turnovers bis zur Pause, 24 in der Gesamtbilanz. „Wir haben sie aus der Ruhe gebracht und dann nie mehr losgelassen“, sagte Coach J.B. Bickerstaff, dessen Defense Orlando auf 35 Prozent aus dem Feld zwang.
Paolo Banchero trug mit 38 Punkten die Hoffnung der Gäste, doch außer ihm schaffte kein Starter mehr als 13. Franz Wagner fehlte erneut – ein Ausfall, der die Rotation zerriss und Detroit erlaubte, Banchero mit Doppelteams zu ersticken. „Wir haben gelernt, dass Talent ohne Konstanz nicht reicht“, murmelte Magic-Trainer Jamahl Mosley, dessen Stuhl bereits zu wackeln beginnt.

60 Siege plus historische comeback – pistons schreiben geschichte
Mit 60 Siegen in der Regular Season und einem 1:3-Comeback liefern die Pistons das perfekte Argument für den Titel Favorit. Ob Cleveland oder Toronto – beide Teams müssen am Sonntag in eine weitere Game-7-Schlacht, während Detroit bereits durchatmen kann. Die Frage ist nicht mehr, ob die Motor-City-Truppe bereit ist, sondern wie schnell der Gegner die Wunden lecken kann.
Die Uhr tickt. Am Dienstag rollt der Ball erneut, und Detroit reist mit dem Momentum eines Zügels, der erst einmal anhalten will. Orlando hingen bleibt nur der winterliche Nebel über dem Flughafen – und die Gewissheit, eine verschenkte Serie mitzuschleppen, die wie ein Kratzer im Lack endet.
