Pisa vs bologna: torsportage ohne sieg trifft auf tor-garanten

15 Spiele. Kein einziger Sieg. Die Statistik des Pisa Calcio im eigenen Stadion ist so kalt wie ein Januarabend an der Arno. Heute empfangen die Toskaner den Bologna FC, der in den letzten fünf Pflichtspielen vier Mal gewann und in jeder seiner vergangenen elf Auswärtspartien traf – 22 Treffer, durchschnittlich zwei pro Spiel.

Die hintergrundgeschichte, die niemand erzählt

Trainer Vincenzo Italiano hat seine Mannschaft auf aggressive Balleroberung und schnelles Umschalten getrimmt. Das 4-3-3 mit Dallinga als Zielspieler und Orsolini als Rechtsaußen soll die Lücken zwischen Pisa’s Fünferkette sprengen. Denn Hiljemark setzt auf eine klassische 3-5-2-Blockstruktur, die in der Defensive kompakt bleibt und über Iling-Junior auf der linken Seite kontert. Die Frage: Wie lange hält das Bollwerk, wenn Freuler und Moro das Mittelfeld überrollen?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Pisa gewann nur eins der letzten acht Heimspiele gegen Bologna – ein 4:0 vor fast vierzig Jahren. Seitdem: drei Remis, vier Niederlagen, nur ein einziger Treffer in den letzten drei Aufeinandertreffen am Arena Garibaldi. Wer denkt, dass Tradition nicht nagt, hat die Römer nie gefragt.

Fernsehsender, schiedsrichter und ein historischer fluch

Ermanno Feliciani pfeift, begleitet vom VAR-Gespann Di Paolo/Di Vuolo. Für Pisa ein Hoffnungsschimmer: Feliciani zeigte in dieser Saison erst zwei Rote Karten, beide gegen Gästeteams. Doch der wahre Gegner ist die Uhr. Der Tabellenletzte hat in 26 Spielzeiten erst einmal gewonnen – so wenig wie nie zuvor nach der Winterpause der Serie A. Bologna hingegen jagt den Rekord von 1953/54: zwölf Auswärtsspiele in Folge mit Treffer.

Anpfiff 20:45 Uhr, exklusiv auf DAZN, Kanal 214 für Sky-„Zona DAZN“-Abonnenten. Wer die Zahlen kennt, spürt die Spannung schon jetzt in den Knien.

Die Partie ist kein Spiel um Punkte, sondern um Identität. Für Pisa geht es ums nackte Überleben, für Bologna um die Bestätigung, dass Angriffsfußball nicht nur gegen Top-Teams funktioniert. Am Ende bleibt eine Erkenntnis: Wer 15 Mal hintereinander nicht gewinnt, baut nicht nur Abstände zur Konkurrenz ab, sondern auch Mauern im Kopf. Und Mauern fallen selten, ohne dass jemand trifft.