Pirovano gegen aicher: wer holt die abfahrts-kugel in kvitfjell?
Samstag, 12:30 Uhr, Kvitfjell. Dann entscheidet sich, ob Laura Pirovano die logische Fortsetzung ihrer märchenhaften Saison schreibt – oder ob Emma Aicher den Italienerinnen die kleine Kristallkugel in der Abfahrt entreißt. Achtundzwanzig Punkte trennen die beiden. Eine Hundertstelsekunde kann alles zerstören. Das ist kein Rennen, das ist ein Nervenkampf.
Die zahlen hinter dem duell
Pirovano führt die Disziplinenwertung mit 436 Punkten an, Aicher folgt auf Rang zwei mit 408 Zählern. Lindsey Vonn liegt zwar mit 400 Punkten auf Platz drei, scheidet wegen ihrer schweren Verletzung als Faktorin aus. Kira Weidle-Winkelmann (351) und Cornelia Hütter (344) bräuchten ein Wunder – ein wirklich großes. Beim Saisonfinale erhalten nur die besten 15 Athletinnen überhaupt Punkte. Ein einziger Fehler, ein einziges Zögern in einer Kurve, und die Kugel wechselt den Besitzer.

Wie pirovano aus dem schatten trat
Wer Pirovanos Karriere kennt, weiß: Die 28-Jährige aus dem Trentino war über Jahre das Paradebeispiel für stille Konstanz ohne Belohnung. 29 Top-10-Platzierungen, elf Mal in den Top 5 – und kein einziges Podest. Nicht eines. Dann kam das Speed-Wochenende im Val di Fassa, und plötzlich war alles anders. Zweimal gewann sie. Zweimal mit einer einzigen Hundertstelsekunde Vorsprung. Einmal gegen Aicher, einmal gegen Hütter. Zufall? Nein. Aber auch kein Wunder. „Ich glaube, das entschädigt mich für all die Male, in denen die Hundertstel gegen mich waren
