Philipp sander: so kontrollierst du dein handy und stärkst deinen geist
- Philipp sander: so kontrollierst du dein handy und stärkst deinen geist
- Das dopamin-problem: warum wir so oft zum handy greifen
- Gewohnheiten durchbrechen: es ist schwieriger als gedacht
- Bedürfnisse erkennen und alternative wege finden
- Philipp sanders 5 tipps für weniger handynutzung
- Geduld und training: so funktioniert die veränderung
- Nachsicht mit sich selbst und bewusste planung
- Philipp sander – der profi mit dem psychologischen hintergrund
Philipp sander: so kontrollierst du dein handy und stärkst deinen geist
Philipp Sander, Profifußballer bei Borussia Mönchengladbach und studierter Wirtschaftspsychologe, gibt im Interview mit kicker kids wertvolle Tipps, wie man den eigenen Medienkonsum besser in den Griff bekommt. In unserer heutigen, digitalen Welt ist es für viele, besonders Jugendliche, eine Herausforderung, bewusst weniger Zeit mit dem Smartphone zu verbringen. Sander erklärt die psychologischen Hintergründe und zeigt Lösungsansätze auf.
Das dopamin-problem: warum wir so oft zum handy greifen
Sander erklärt, dass unser Gehirn mit einem Stoff namens Dopamin arbeitet. Dopamin wird ausgeschüttet, wenn wir etwas Positives erleben. Smartphones und soziale Medien sind so konzipiert, dass sie uns ständig mit kleinen Belohnungen versorgen – Nachrichten, Likes, neue Videos. Das Gehirn lernt schnell: „Mehr davon, mehr davon!“. Dadurch werden Smartphones zu kleinen Dopamin-Maschinen, die uns immer wieder anziehen.

Gewohnheiten durchbrechen: es ist schwieriger als gedacht
Einfach mal das Handy wegzulegen ist oft leichter gesagt als getan. Der Grund dafür liegt in unseren Gewohnheiten. Studien zeigen, dass fast die Hälfte unserer täglichen Handlungen auf Gewohnheiten zurückzuführen ist. Das Gehirn liebt Gewohnheiten, da sie Energie sparen. Das Problem ist, dass die Handynutzung oft eine Gewohnheit ist, die wir eigentlich nicht wollen.
Bedürfnisse erkennen und alternative wege finden
Der erste Schritt zur Veränderung ist, sich bewusst zu machen, welches Bedürfnis hinter dem Griff zum Handy steckt. Wollen wir uns unterhalten, Anerkennung finden oder einfach nur entspannen? Anschließend kann man versuchen, dieses Bedürfnis auf andere Weise zu befriedigen, zum Beispiel durch Lesen, Musik hören, Sport treiben oder Zeit mit Freunden verbringen.
Philipp sanders 5 tipps für weniger handynutzung
Sander gibt konkrete Tipps, um den Konsum zu reduzieren:
- Handyfreie Zeiten einplanen: Feste Zeiten am Tag festlegen, an denen das Handy bewusst weggelegt wird, beispielsweise beim Essen oder vor dem Schlafengehen.
- Push-Benachrichtigungen ausschalten: So vermeidet man ständige Unterbrechungen.
- Apps aussortieren: Apps löschen, die selten genutzt werden oder ablenken.
- Handy zu Hause lassen: Beim Einkaufen oder im Park das Handy in der Tasche lassen.
- Alternative Aktivitäten suchen: Lesen, Freunde treffen, Sport treiben oder Hobbys pflegen.
Geduld und training: so funktioniert die veränderung
Die Umstellung wird nicht von heute auf morgen gelingen. Geduld ist wichtig. Man kann das Gehirn darauf trainieren, nicht ständig einen neuen Dopaminkick zu benötigen. Ähnlich wie beim Fußball: Durch regelmäßiges Training verbessert man seine Fähigkeiten. So kann man auch das Gehirn trainieren, nicht immer sofort zum Handy zu greifen.
Nachsicht mit sich selbst und bewusste planung
Sander rät Kindern und Jugendlichen, nachsichtig mit sich selbst zu sein. Es ist okay, ab und zu zum Handy zu greifen. Wichtig ist, bewusst handyfreie Zeiten einzuplanen und sich auf Dinge zu konzentrieren, die Spaß machen. Das hilft, das Handy auch mal liegen zu lassen.
Philipp sander – der profi mit dem psychologischen hintergrund
Philipp Sander kombiniert seine sportliche Karriere als Profifußballer bei Borussia Mönchengladbach mit seinem Wissen aus dem Bereich Wirtschaftspsychologie. Er nutzt dieses Wissen, um komplexe Themen wie Mediennutzung für Kinder und Jugendliche verständlich zu erklären und ihnen aufzuzeigen, wie sie ein gesundes Verhältnis zum Smartphone entwickeln können.
