Pesic verlässt bayern mit wut: "keine antwort!"
München – Ein abruptes Ende für Svetislav Pesic: Der scheidende Trainer von Bayern München verließ am Sonntagabend nach dem verlorenen Finalspiel gegen Alba Berlin mit einem wütenden Ausruf die Pressekonferenz. Es war ein unrühmliches Abschiede von einer Trainerkarriere, die so viele Höhepunkte bescherte.
Die enttäuschung ist greifbar: ein verlorenes finale
Die Niederlage gegen Alba Berlin, das Team seines früheren Wirkens, schien Pesic endgültig zur Weißglut zu treiben. Als ein Journalist ihn nach der Bedeutung dieser Niederlage fragte, entgegnete der 76-Jährige nur: "Sie bekommen keine Antwort!" und verließ daraufhin den Raum. Die Partie war ein bitteres Ende einer Serie, die für Bayern München eigentlich im Happy End münden sollte. Nach einer sensationellen Halbzeitführung, in der die Mannschaft mit 47:27 führte, ließ sie den Titel noch aus der Hand geben – der dritte Meistertitel in Folge schwand dahin.
Pesic übernahm Verantwortung für das unerwartete Scheitern: "Mir ist es als Trainer nie gelungen, eine Mannschaft zu bilden, die in schweren Momenten des Spiels zurückkommt." Diese Selbstkritik wirft ein Schlaglicht auf die taktischen Defizite, die im Laufe der Serie immer wieder offenbar wurden. Die Nerven des Teams lagen blank, und das Finale offenbarte die Schwächen, die zuvor im Verborgenen geblubbert hatten.

Hoeneß schaltet sich ein: die trainersuche beginnt
Die Suche nach einem Nachfolger für Pesic beginnt unter schwierigen Bedingungen. Uli Hoeneß, der Präsident von Bayern München, äußerte sich am Rande des Finalspiels zu der Situation: "Ich persönlich glaube, dass wir in der nächsten Saison Anton Gavel hier als Trainer haben. Man muss versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden." Gavel, aktuell beim Ligakonkurrenten aus Bamberg, ist ein gefragter Mann, und die Franken werden ihn nicht ohne weiteres ziehen lassen. Die geforderte Ablösesumme stellt für die Münchner derzeit eine Hürde dar.
Das Finale selbst war ein dramatisches Spektakel. Alba Berlin bewies einmal mehr seine Nervenstärke und sicherte sich den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Leistung von Basketball Finals-MVP Bean war beeindruckend, wie sein Ausruf nach dem Spiel verdeutlichte: "Schlaf wenig, träum groß!" – ein Motto, das das Team in dieser Saison perfekt verkörperte.
Die Niederlage von Bayern München ist nicht nur ein sportlicher Rückschlag, sondern auch ein herber Schlag für den Verein. Die Verwicklung von Pesics wütendem Abgang und der verpassten Chance, den ersten Meistertitel in vier verschiedenen Jahrzehnten zu erringen, macht die Situation zusätzlich kompliziert. Die Zukunft des FC Bayern München im Basketball steht nun vor einer ungewissen Phase.
