Perugia wackelt, aber ben tara schlägt zurück: champions-league-krimi mit italiocubanern
Zwei Sätze vorne, dann plötzlich ein Erdbeben: Sir Safety Perugia hat den Viertelfinal-Hinspiel-Auftritt in der Champions League gegen Guaguas Las Palmas nur mit letzter Kraft überstanden. 3:2 (23-25, 19-25, 25-21, 25-23, 15-13) lautete das Endergebnis, aber die Statistik lügt nicht: Die Spanier kehrten vom 0:2 zurück, weil Juantorena und Spencer auf Druck stellten und Perugia plötzlich nur noch reagieren konnte.
Ben tara wird zum notnagel – 28 punkte in fünf sätzen
Plotnytskyi lieferte den ersten Punch, doch als Guaguas den dritten Satz drehte, war klar: Ohne Ben Tara geht hier gar nichts. Der französische Diagonalangreifer schraubte sich auf 28 Zähler, darunter den Matchball in Parallel-Bewegung. Lorenzetti hatte vor allem Russo als zusätzliche Wand (fünf Blocks) aufgestellt – doch die Zuspiel-Variante mit Giannelli verlor in Satz drei und vier an Schärfe, weil Las Palmas mit Bezerra (20 Punkte) und dem kubanisch-italienischen Leitwolf Juantorena konterte.
Das Rückspiel am 1. April in Perugia droht zur Geduldsprobe zu werden. Die Block-Hausherren müssen frühzeitig das Tempo erhöhen, sonst schlägt Guaguas mit der gleichen Moral wie gestern zu. Sir-Coach Lorenzetti kann sich auf eine Heimbilanz verlassen: In der eigenen Halle kassierte sein Kollektiv in dieser Saison erst zwei Satzverluste – beide gegen italienische Teams. Ein dritter wäre das Aus.

Civitanova empfängt heute polnisches feuer
Parallel arbeitet sich Cucine Lube Civitanova durch das obere Playoff-Tableau. Am Mittwoch, 25. März, 20.30 Uhr, kommt Aluron CMC Zawiercie ins Fontescodella. Die Polen haben sich in der Gruppenphase als Angstgegner profiliert: Service-As-Quote von 0,68 pro Satz und eine Annahme, die selbst De Cecco ins Stolpern bringt. Civitanovas Trainer Ferdinando De Giorgi dürfte deshalb auf Juantorena’s Clubkollege Robertlandy Simón setzen, um die Mitte zu verriegeln.
Ein Sieg gegen Zawiercie würde Civitanova nicht nur ins Halbfinale der CEV Cup bringen, sondern auch die italienische Dominanz in der Königsklasse unterstreichen. Der Superlega droht – Stand jetzt – ein komplett italienisches Final-Four. Gelingt es, bleibt auch das nächste internationale Titelrennen unter Tricolore-Flagge.
Für Perugia heißt es: Sieben Tage durchatmen, dann wieder Vollgas. Die Champions-League-Träume leben – aber sie hängen an einem dünneren Faden als gedacht.
