Pépé packt aus: arsenal-pleiten und marcelino-harmonie
Nicolás Pépé hat in einem Gespräch mit Flashscore ein klares Bild seiner bewegten Karriere gezeichnet. Der Ivorianer beim FC Villarreal spricht offen über die Last der hohen Erwartungen, die mit seinem Wechsel zum Arsenal FC verbunden waren, und die entscheidende Rolle, die Marcelino als Trainer spielte.
Die arsenal-zeit: missverständnisse und fehlende kommunikation
Pépé gestand, dass seine Zeit bei den Gunners von Missverständnissen geprägt war. Er bezeichnete die unterschiedlichen Herangehensweisen der beiden Trainer Arteta und Marcelino als ausschlaggebend für seinen Verlauf. Während er bei Arteta das Gefühl hatte, eine mangelnde Kommunikation zu erleben – „Das bereue ich am meisten“ – blühte er unter Marcelino auf. „Bei Marcelino konnten wir über alles reden, über Fußball und über alles andere“, so Pépé.
Die Atmosphäre im Trainingslager und die Art der Kommunikation waren für den Flügelspieler entscheidend. Er bevorzugt einen Trainer, der transparent ist, sowohl in den positiven als auch in den negativen Aspekten. „Das erlaubt mir, mich weiterzuentwickeln und zu wachsen“, erklärte er.

Premier league gegen la liga: intensität und spielkultur
Ein weiterer Vergleich betraf die Unterschiede zwischen der Premier League und La Liga. Pépé beschrieb die englische Liga als deutlich intensiver, während in Spanien der Fokus mehr auf dem Ballbesitz und der Spielkultur liegt. „In England ging es um die Intensität, in Spanien darum, den Ball zu spielen.“ Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der Atmosphäre in den Stadien wider. Während in England selbst in unteren Ligen eine beeindruckende Stimmung herrscht, sei die Atmosphäre in Spanien zwar auch gut, aber anders.
Die Meisterschaftsdebatte zwischen Arsenal und Manchester City analysierte Pépé ebenfalls. Er glaubt, dass der Titel an die Gunners gehen wird, räumte aber ein, dass es auf kleine Details ankommen wird. „Manchester City hat jetzt nur noch die Premier League, sie werden sich darauf konzentrieren“, so der frühere Arsenal-Spieler.

Villarreal und die champions league: eine chance zur revanche
Für Villarreal gilt es nun, die Leistung der letzten Saison in der Champions League zu wiederholen und zu verbessern. Pépé betonte, dass die Erfahrung, die er und seine Teamkollegen im Laufe der Saison gesammelt haben, eine wichtige Grundlage für die kommende Spielzeit bildet. „Wir haben ein bisschen mehr Erfahrung gesammelt. Ich glaube, wenn wir es nächstes Jahr schaffen, in die Champions League zu kommen, werden wir es besser machen.“ Der Fokus liegt darauf, die dritte Position in der Liga zu festigen und in der Königsklasse eine bessere Figur zu machen.
Die Last der 82 Millionen Ablösesumme, die Arsenal einst für ihn zahlte, scheint Pépé nun abfallen gelassen zu haben. In Villarreal hat er endlich die Stabilität gefunden, die er seiner Karriere so dringend benötigte – und mit Marcelino an der Seitenlinie scheint er genau den richtigen Coach gefunden zu haben, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.
