Pelkum-drama: bielefeld schlägt münster – relegation rückt näher!

Die Luft in Münster wird dünner. Nach der bitteren 1:3-Niederlage im Kellerduell gegen Arminia Bielefeld müssen die Preußen ernsthaft um den Klassenerhalt bangen. Sechs Punkte trennen das Team von Alois Schwarz nun noch vom rettenden Ufer – eine Galoppreisen-Distanz in den verbleibenden drei Spielen.

Ein fehlstart und die bielefelder effizienz

Der Start war alles andere als optimal für die Gastgeber. Bereits nach drei Minuten klingelte es im Netz der Preußen, als Yassine Bouchama nach einer schlampigen Flanke von Babis Makridis zum 1:0 für die Arminia einköpfte. Mikkel Kirkeskov stand dabei leider komplett neben sich und ließ Momuluh ungehindert agieren. Ein Weckruf, der jedoch nicht sofort Wirkung zeigte. Bielefeld nutzte die verunsicherte Münsteraner Abwehr eiskalt aus und erhöhte den Druck.

Monju Momuluh ließ nicht lange auf sich warten und war es, der nach elf Minuten nach einer weiteren präzisen Flanke von Stefano Russo zum 1:1 ausgleichen konnte. Johannes Schenk im Tor der Preußen wirkte überrascht und konnte dem hohen Ball nicht mehr folgen. Doch damit nicht genug: Roberts Uldrikis markierte nach einem Freistoß per Kopf den 2:1-Halbzeitstand. Die Münsteraner hatten Pech, als Heuer und Rondic nur die Latte bzw. den Pfosten trafen. Ein deutliches Zeichen, wer hier die Nase vorn hatte.

Die Hacke, die den Unterschied machte: Mael Corboz sorgte mit einem unglaublichen Hackentrick für das 3:1 und machte die Aufgabe für die Preußen nahezu unmöglich.

Verzweiflung und hoffnungsschimmer

Verzweiflung und hoffnungsschimmer

Nach der Pause versuchte Münster, mit frischen Kräften (Yamada und Mees kamen ins Spiel) zurück ins Spiel zu finden, doch Bielefeld ließ kaum Platz. Ein Distanzschuss von Hendrix strich knapp am Tor vorbei, und auch die Chancen durch Rondic und Bouchama verpufften. Ein Blitzreflex von Keeper Jonas Kersken verhinderte in der 75. Minute den möglichen Anschlusstreffer durch Yamada. Nur durch einen Eigentor von Kersken in der 86. Minute keimte kurzzeitig Hoffnung auf, doch es war zu spät.

Die Adlerträger warfen in der Schlussphase alles nach vorne, doch Bielefeld verteidigte leidenschaftlich und brachte den Sieg nach Hause. Ein Sieg, der die Arminia auf den 13. Platz katapultierte und den Abstand zum Tabellenende deutlich verkleinerte.

Die Preußen hingegen stehen vor einer schweren Aufgabe. Mit Hannover 96, dem SV Darmstadt und SV Elversberg warten drei schwere Brocken auf die Mannschaft von Alois Schwarz. Die Relegation rückt bedrohlich näher – die Münsteraner müssen sich jetzt einen Kraftakt leisten, wenn sie die Klasse halten wollen.