Pedro martínez verlängert bei valencia basket – der architekt der supercopa bleibt
Valencia Basket zieht die Option. Pedro Martínez bleibt. Der Vertrag des 63-jährigen Katalanen, der ohnehin bis Juni 2027 lief, wird um ein weiteres Jahr bis 2028 verlängert – das gab der Verein am Mittwoch offiziell bekannt. Für die Fans der Taronja ist das mehr als ein administrativer Akt: Es ist die Belohnung für einen Coach, der den Klub in seiner zweiten Amtszeit nicht nur stabilisiert, sondern zum Titelgewinner machte.

Martínez schreibt geschichte – und sie ist noch nicht zu ende
Seit seinem Comeback im Sommer 2023 hat Martínez 251 Pflichtspiele auf der Bank von Valencia bestreitet – mehr als jeder andere Trainer in der Geschichte des Klubs. Die Bilanz: 184 Siege, 67 Niederlagen, eine Erfolgsquote von 73,3 Prozent. Zahlen, die für sich sprechen. Doch hinter den Prozenten steckt eine Spielphilosophie, die Valencia wieder zur Spitze Spaniens und Europas führte.
Die Saison 2025 ist dabei zu seinem Meisterstück geworden. In der Liga Endesa rangiert Valencia aktuell auf Platz zwei – hinter Real Madrid, aber vor Barcelona und Baskonia. In der EuroLeague steht man auf Rang vier und hat die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale fest im Blick. Der Höhepunkt bislang: der Sieg in der Supercopa Endesa im September gegen Real Madrid – der zweite Titel für Martínez mit dem Klub nach dem Liga-Gewinn 2017. Er ist damit der erste Trainer, der mit Valencia mehr als einen Titel in der Profi-Ära einfährt.
Doch Martínez ist kein Erfolgstrainer aus der Schule der lauten Worte. Er ist Taktiker, Detailfetischist, Mann der kleinen Schritte. Wer ihn während der Timeouts beobachtet, sieht einen, der lieber mit dem Assistenten diskutiert als mit den Spielern schreit. Seine Stärke: Er macht aus Rollenspielern Systemspieler. Aus Talenten Leistungsträger. Valencia ist kein Sternchen-Team mehr, sondern eine Maschine mit klaren Abläufen – und das ist sein Verdienst.
Die Verlängerung kommt auch zur richtigen Zeit. Mit einem Jahr Vorlauf signalisiert der Klub Stabilität in einem Sommer, in dem viele Topteams ihr Gesicht verändern werden. Barcelona plant den Neuanfang, Madrid könnte nach dem Pokal-Desaster umbauen. Valencia dagegen setzt auf Kontinuität – und das ist in der heutigen Liga eine Rarität.
Für Martílez selbst ist es die Erfüllung eines Kreislaufs. Der Coach aus Sant Adrià kehrte 2023 zurück an die Stätte seines größten Erfolgs. Nun soll der zweite Titel folgen – und vielleicht sogar der erste EuroLeague-Triumph. Die Ausgangslage ist besser als je zuvor. Die Mannschaft ist jung, hungrig, talentiert. Und der Coach? Der bleibt. Bis 2028. Oder länger.
